Nicht nur der Frauentag am 8. März, sondern der komplette Monat März stand bei Amazon ganz im Zeichen der „Diversity“. Zum zweiten Mal fand bei Amazon in ganz Europa der „Diversity Month“ statt. Der Begriff ist zurzeit in aller Munde, doch was bedeutet „Diversität“ eigentlich und wie lebt man sie? Wir haben Sofia und Nicolas von Amazon dazu befragt, die im Rahmen des Diversity Month in München und Berlin vielfältige Veranstaltungen für die Amazon Mitarbeiter organisiert haben.

„Mit dem Diversity Month wollen wir in erster Linie unsere Kultur der Vielfalt bei Amazon gebührend feiern“, sagt Sofia Sollacher, die den Aktionsmonat vom Standort München aus hauptverantwortlich organisiert hat. Die 28-Jährige hat in ihrem Job als Recruiter bei Amazon täglich mit dem Thema Diversity zu tun, vor allem in Hinblick auf die Geschlechtergleichheit im Einstellungsprozess. „Diversität beinhaltet allerdings noch viel mehr als gleiche Chance für Männer und Frauen“, betont Sofia. „Es geht um Inklusion, um verschiedene kulturelle Hintergründe, Alter und sexuelle Orientierung. Vielfalt in all diesen Aspekten macht uns stärker, besser. Und dafür wollen wir mit dem Diversity Month ein Bewusstsein schaffen.“ Unter dem Motto des Weltfrauentages „Balance for better“ organisierte sie gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Recruiting-Team zum Beispiel einen Fotostand mit Fotowettbewerb sowie eine Yoga-Session. In der Kantine konnten die Mitarbeiter mit dem „Menü der Vielfalt“ kulinarisch in andere Kulturen und Länder vordringen. Zugleich waren sie aufgefordert ihre eigenen Lieblingsrezepte aus der ganzen Welt einzureichen, die in einem „Diversity Kochbuch“ zusammengestellt und an die teilnehmenden Mitarbeiter verteilt wurden.

Was macht eigentlich das Team nebenan?

Ein wichtiger Schritt zur gelebten Diversität und Toleranz ist auch, das Unbekannte kennenzulernen. Am Berliner Amazon Standort sind Menschen aus über 100 Ländern tätig. „Wir arbeiten hier alle eng zusammen und trotzdem weiß man oft nicht genau, was im Büro nebenan passiert“, sagt Nicolas Zoubek, Recruiter bei Amazon und Mitglied des Diversity-Month-Organisationsteams in Berlin. „Deshalb haben meine Kollegen und ich im Rahmen des Aktionsmonats ein ‚Desk Roulette‘ veranstaltet: Man wechselt für einen Tag den Schreibtisch und schaut einem Kollegen über die Schulter. Die Mitarbeiter sollen Fragen stellen, andere Teams kennenlernen und bekommen eine neue Perspektive auf ihren Arbeitsplatz,“ erzählt Nico. „Natürlich wünschen wir uns, dass der Kontakt auch über diesen Tag hinaus bestehen bleibt.“ Für Nico ist die Diversität, die bei Amazon gelebt wird, ein großer Teil des Erfolgs des Unternehmens. „Wir können hier in Berlin gut beobachten wie erfolgreich heterogene Teams arbeiten. Eine gute Mischung aus Frauen und Männern, älteren und jüngeren Mitarbeitern, verschiedenen Kulturen und Hintergründen bringt unterschiedliche Erfahrungen, Werte und Sichtweisen ein. Das verspricht nicht immer die schnellste Lösung, aber die suchen wir auch nicht. Wir wollen lieber neue Wege gehen, anstatt die erst besten.“

Kuchen essen für die Inklusion

Neue Wege beschreitet man auch beim inklusiven Theaterprojekt Freie Bühne München für Menschen mit und ohne Behinderung. „Ich kenne die Freie Bühne vom Engagement von Kollegen bei Amazon Gemeinsam und wollte dieses tolle Projekt unbedingt in unseren Diversity Month integrieren“, erzählt Sofia. Da sich das Theater zu einem großen Teil durch Spenden finanziert, organisierte das Team einen Kuchen- und Lotteriestand. Die Einnahmen flossen komplett an die Freie Bühne. Die Gewinner der Losaktion erhielten Karten für eine Premieren-Aufführung und ein „Meet and Greet“ mit einigen Schauspielern.

Mama, Papa, schaut mal, wo ich arbeite!

Die letzte Woche des Diversity Month war den Eltern gewidmet, allerdings in dem Fall nicht nur den Eltern unter den Mitarbeitern, sondern auch eine Generation früher. Beim „Bring your parents to work day“ durften Münchner Amazon Mitarbeiter ihre Eltern oder Großeltern für einen ganzen Tag mit zur Arbeit bringen, wo sie Amazon.de Country Manager Ralf Kleber, HR Direktor Bettina Günther, und Logistikleiter Ernst Schäffler persönlich kennen lernten, und viel über Amazon Kunden- und Geschäftsbereiche lernten – inklusive dem Arbeitsplatz ihrer Kinder. Mehr als 100 Eltern nutzen die Chance, mehr über den Arbeitgeber ihrer erwachsenen Kinder zu erfahren, und schöne gemeinsame Stunden in Schwabing miteinander zu verbringen. Für Amazonians in Elternzeit fand das „Stay in touch“-Event statt. Dabei stellten sich verschiedene Abteilungen von Amazon vor und informierten speziell Mütter und Väter über Möglichkeiten und Chancen des Wiedereinstiegs nach der Auszeit.

Als Vater eines kleinen Sohnes weiß Nico flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle und andere Vorteile für Eltern zu schätzen, aber auch als Personaler ist es ihm und seiner Kollegin Sofia wichtig, Bewerbern mit Kindern gleiche Chancen einzuräumen und zum Beispiel vermehrt Stellen in Teilzeit auszuschreiben. „Auch das ist Teil der Diversität eines Unternehmens“, erläutert Sofia. „Jeder sollte in jeder Lebensphase mit seinem individuellen Hintergrund die bestmöglichen Chancen bekommen. Daran arbeiten wir im Diversity Month – aber auch in den anderen elf Monaten im Jahr.“