ASB Herbalind ermöglicht als Inklusionsunternehmen Menschen mit Beeinträchtigungen ein erfolgreiches Arbeitsleben. Durch die stärkere Fokussierung auf den Onlineverkauf, unter anderem bei Amazon, konnte das Unternehmen eine Ausbildungsstelle für den neuen Ausbildungsgang Kaufmann:frau im E-Commerce schaffen.

Max ist 22 Jahre und durchläuft eine Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce bei ASB Herbalind. Die Suche nach einem Ausbildungsplatz war nicht ganz einfach: Max leidet seit Geburt an einer rechtsseitigen Hemiparese. Kurz bevor er 2019 das Fachabitur erfolgreich abschloss, erfuhr Max durch einen Lehrer von Herbalind. Dort sorgt er heute vorbildlich dafür, dass Abläufe im Bereich Onlineverkauf glatt laufen. Damit trägt Max einen erheblichen Teil zum Erfolg seiner Firma bei und ist ein wichtiges Teammitglied im Herbalind-Team.

Herbalind ist ein Inklusionsunternehmen, das Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenbringt. Insgesamt haben etwa 40 Prozent der Belegschaft von ASB Herbalind eine Beeinträchtigung jedweder Art. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gleichberechtigt dazugehörig. Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Herstellung von handgefertigten Kissen. Das Besondere an den Produkten ist, dass alle Arbeitsschritte, von der Entwicklung, über das Abfüllen von natürlichen Füllstoffen wie Kirschkernen oder Zirbenflocken, bis hin zur Bedruckung der fertigen Produkte, vor Ort im Münsterland im Betrieb vollzogen werden. Beim Einkauf der Rohstoffe legt das Team von Herbalind Wert auf die Qualität und kurze Lieferwege. Die Zirbenflocken kommen zum Beispiel aus Österreich.

Ein graues Kissen mit der Aufschrift Wohlfühlzeit liegt in einem Versandkarton.
Das Abfüllen von natürlichen Füllstoffen wie Kirschkernen oder Zirbenflocken wird vor Ort im Münsterland im Betrieb vollzogen.

Inklusionsunternehmen wie Herbalind müssen unter regulären Wettbewerbsbedingungen bestehen, anders als Behindertenwerkstätten, die staatliche Förderungen erhalten. Um die Arbeitsplätze langfristig zu erhalten, war es für das Herbalind-Team wichtig, bestehende Absatzwege auszubauen. Einer davon ist der Onlineverkauf. Mitte 2019 wurde der Onlineauftritt von Herbalind verändert, um den direkten Verkauf zu fairen Preisen an Kund:innen auszubauen. Mitarbeiter August Krol hat diesen Bereich maßgeblich mit dem Team von Herbalind aufgebaut. Die richtige Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Im letzten Jahr konnte das Inklusionsunternehmen so über eine Million Euro Umsatz machen.

In dieser Zeit kam auch Max als Azubi für den neuen Ausbildungsgang Kaufmann:frau im E-Commerce zu Herbalind. Die Ausbildung ist stark analytisch geprägt und setzt auf Marketing und Vertrieb. Als Kaufmann im E-Commerce war Max zum Beispiel am Aufbau des Amazon Stores beteiligt.

Als Bindeglied zwischen der Buchhaltung und der Logistik sorge ich dafür, dass unsere Produkte Online gehen. Besonders gefällt mir dabei das kreative Arbeiten, zum Beispiel das Bearbeiten und in Szene setzen von Produktbildern für die Onlineshops.
Max, Kaufmann im E-Commerce bei Herbalind
Ein Mann mit grauem T-shirt sitzt vor einem Computer und lächelt in die Kamera.
Die Tätigkeiten von Max, Kaufmann im E-Commerce, sind vielseitig. Am liebsten ist er kreativ tätig.

Unter anderem betreut Max das Projekt AmazonSmile. Über diesen Weg können Kund:innen mit jedem Einkauf über Amazon Herbalind unterstützen. Nach seiner Ausbildung, die er voraussichtlich im Frühjahr 2022 abschließen wird, möchte Max gerne noch Wirtschaftsinformatik an der FH Bocholt studieren – und, wenn möglich, weiterhin als Werkstudent bei Herbalind arbeiten.

Herbalind ist eines von vielen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus Deutschland, die ihr Onlinegeschäft erfolgreich ausgebaut haben. So konnten 2019 mehr als 3.300 deutsche KMU einen Umsatz von über 1 Million US-Dollar über Amazon.de erzielen. Mehr Informationen über den Erfolg deutscher KMU gibt es hier.