Im Rahmen der Gewinnerreise des Förderprogramms Unternehmerinnen der Zukunft (UdZ) standen für die vier ausgezeichneten Unternehmerinnen Katrin ten Eikelder von The Knots, Julia Ritter von desiary.de, Ines Spanier von farmtex und Claudia Wendt von Heizungsdrache in Begleitung ihrer Coaches Julia Tschawdarow, Klaus Forsthofer und Peter Höschl nicht nur Sightseeing, eine Tour durch das Amazon Headquarter in Seattle und der Besuch eines Logistikzentrums auf dem Programm.

In zahlreichen Workshops und bei Treffen mit Amazon Mitarbeitern sollte der Ansatz der Initiative, die Amazon zusammen mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen, Global Digital Women und Brigitte Academy ins Leben gerufen hat – von Frauen geführte kleine Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern fit fürs Digitalzeitalter zu machen – weiter vertieft und um den internationalen Aspekt erweitert werden.

Gute Chancen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Zum Auftakt eines Tages ganz unter dem Motto „Female Entrepreneurs of the Future go global“ trafen die Unternehmerinnen der Zukunft Nicholas Denissen, der als Vice President Marketplace Business dafür verantwortlich ist die nötigen Rahmenbedingungen für den Erfolg der Verkäufer auf Amazon zu schaffen. Der Amazon Manager stellte den im September neu gestarteten Online-Shop Amazon Storefronts vor. Dort können Kunden Produkte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus Deutschland entdecken und mithilfe von Videos und Portraits mehr über die Menschen dahinter erfahren. Auch die Produkte von desiary.de sind auf Amazon Storefronts zu finden. Gründerin Julia Ritter sieht das als Chance, die Qualität ihrer Produkte transparenter zu machen.

Der Workshop zum Thema Amazon Business, ein Service für Firmenkunden, bestärkte Ines Spanier von farmtex in ihrem Ziel „mehr landwirtschaftliche Betriebe dazu zu bringen, online einzukaufen.“ Bisher hat Ines ihre Kunden durch klassischen Außendienst erreicht: „Die Diskussion hat mir die Augen geöffnet.“ Neben ihr nutzt auch Claudia Wendt von Heizungsdrache diesen Service. Beide möchten ihr Online B2B Geschäft zukünftig weiter ausbauen.

Export birgt großes Potential für alle Teilnehmerinnen. Über 12 Amazon Marktplätze haben Verkäufer die Möglichkeit in 180 Länder zu verkaufen. Außerhalb Europas verkauft von den vier Unternehmerinnen der Zukunft bisher eine: Katrin ten Eikelder, Gründerin von The Knots bietet ihre handgefertigten und nachhaltigen Teppiche in den USA an. „Der Workshop zum Thema Global Selling hat mein Interesse für den Export nach Australien geweckt. Hier ist Amazon erst seit kurzem präsent – das bedeutet für mich geringere Konkurrenz im Vergleich zu Amerika und Europa“, sagt Katrin. Auch Ines und Julia möchten ihr Exportgeschäft ausweiten und ihre Produkte zeitnah auch amerikanischen Kunden anbieten.

Drei Tipps für den internationalen Erfolg

In einer Diskussion mit vier amerikanischen und kanadischen Verkäufern sowie Pete Sauerborn, Vice President Selling Partner, Recruitment and Development und seiner Führungsmannschaft holten sich die Unternehmerinnen der Zukunft Tipps für ihr Exportgeschäft. „Entscheidend ist zuallererst das Produkt, das muss überzeugen. Dann ist es wichtig zu verstehen, wie Amazon funktioniert. Dabei unterstützen wir gerne. Wir bieten zum Beispiel weltweite Vertriebs-, Vermarktungs- und Lieferlösungen sowie die Nutzung der Kundenservices in der jeweiligen Landessprache an. Zudem übersetzt Amazon jährlich hunderte Millionen Produktseiten für kleine und mittlere Unternehmen und verschafft ihnen so die Möglichkeit, ohne oder mit geringem Mehraufwand in den internationalen Handel einzusteigen“, erläuterte Pete Sauerborn. Mike Miller, Director Amazon Brand Services ergänzte: „Es ist die Liebe zum Produkt, die einen erfolgreichen Verkäufer ausmacht. Die sieht der Kunde.“

Die Gründer von Invisawear (intelligenter Schmuck, der ein sofortiges SOS an fünf Notfallkontakte mit dem eigenen GPS-Standort senden kann), Education Treasures (Lernspielzeug), HeyGirlTea (Tee) und GoodHangups (beschädigungsfreie Magneten) gaben den Unternehmerinnen folgende Ratschläge für den internationalen Erfolg:
1. Sei innovativ! Wer im Ausland erfolgreich sein möchte, muss sich von der Konkurrenz absetzen.
2. Höre auf deine Kunden! Man könne viel aus dem Kundenfeedback ableiten, etwa in Bezug auf die Kundenansprache.
3. Content is King. Dies gilt speziell für Videocontent zur Optimierung der Produktdetailseite

Auf die Frage, wie man sich von der Konkurrenz absetzen kann, hatte Mike Miller zwei konkrete Tipps für die Unternehmerinnen: „Bei Wiederverkäufern wie Claudia, die mit Heizungsdrache Ersatzteile für Heizung, Installation und Sanitär vertreibt, ist neben dem Preis und einer schnellen Verfügbarkeit eine gute Händlerbewertung relevant. Für Unternehmerinnen mit einer eigenen Marke empfehlen sich Programme, um diese optimal darzustellen, wie Amazon Handmade für die handgemachten Produkte von The Knots.“

Nach einer Woche Seattle kehren die Unternehmerinnen der Zukunft nun vollbepackt mit neuen Ideen zurück nach Deutschland, um ihr Geschäft weiter auszubauen und neue Märkte für ihre Produkte zu erschließen.

Mit ihrer gemeinsamen Initiative „Unternehmerinnen der Zukunft“ förderten der Verband deutscher Unternehmerinnen, Global Digital Women – ein internationales Netzwerk von Gestalterinnen der Digitalbranche, Brigitte Academy und Amazon Inhaberinnen und Geschäftsführerinnen von Unternehmen, die ihr stationäres Geschäft mit dem Start in den Online-Handel erweitern oder ihre bestehende Online-Präsenz ausbauen wollen. Im Kern des Programms stand die individuelle Begleitung aller Teilnehmerinnen durch Experten-Coaches – allesamt erfahrene Unternehmens-Gründerinnen, E-Commerce-Experten, Amazon Händlerinnen bzw. Händler oder Blogger. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter: www.amazon.de/unternehmerinnenderzukunft