Ein Mann und eine Frau mit Hüten in den Händen stehen in einem Hutladen. Beide tragen Hüte auf dem Kopf. Sie lächeln in die Kamera.
Foto von Dobner / Angermann Film

Auch während des derzeitigen Lockdowns hält sich das traditionsreiche Familienunternehmen Breiter Hut & Mode mit dem Onlinegeschäft über Wasser. Die Geschwister Angela und Alexander Breiter, die gemeinsam in einem Haushalt leben, führen ein Fachgeschäft für Hüte und Accessoires in der Münchener Fußgängerzone und profitieren von ihrem Einstieg in den Onlinehandel. Die Corona-Pandemie stellt viele Unternehmen vor ungeahnte Herausforderungen. Auch Breiter Hut & Mode musste sich an die neue Situation erst anpassen. Seit 1863 führt die Familie Breiter ihren Hutfachhandel mit Meisteratelier erfinderisch und beharrlich durch Krisen. Nach dem 2. Weltkrieg lagen die Läden der Breiter-Söhne Max und Adalbert in Schutt und Asche. Nach und nach bauten sie ihre Geschäfte neu auf und führten das Familienunternehmen erfolgreich fort. Auch die Geschwister Angela und Alexander Breiter reihen sich in fünfter Generation in die Familientradition des Ideenreichtums ein. Bereits vor über zehn Jahren erweiterten sie den stationären Hut-Handel um ihren eigenen Onlineshop. Etwas später entdeckten sie den Amazon Marketplace für sich und inzwischen verkauft Breiter Hut & Mode die Qualitätshüte auch ins Ausland. Der Einstieg ins Onlinegeschäft stellt sich während der Corona-Pandemie nun als die Rettung des mehr als 155-jährigen Unternehmens heraus.

Ein Mann steht vor einem Hut-Regal und lächelt in die Kamera. In der Hand trägt er einen Versandkarton.
Foto von Dobner / Angermann Film

Breiteres Angebot: Mit dem Onlinehandel selbstbestimmt durch die Krise

Unter normalen Umständen läuft der stationäre Hutverkauf in der Münchner Innenstadt an langjährige Stammkundinnen und -kunden wie an Touristen aus aller Welt sehr gut. Die Corona-Pandemie hat den Betrieb über 70% des üblichen Jahresumsatzes gekostet. Nun ermöglicht der Onlineverkauf den Geschwistern, die Gehälter und auch die Ladenmieten weiterzuzahlen. Sogar im hauseigenen Atelier können weiterhin selbstentworfene Hüte hergestellt werden. Seit Krisenbeginn verdoppelte der Münchner Betrieb das Onlineangebot, um Kundinnen und Kunden möglichst viel Auswahl zu bieten – ein erfolgsversprechendes Konzept. Während der ersten Lockdown-Monate hat sich der Onlineumsatz teilweise verdreifacht und sogar vervierfacht. So bleibt Breiter Hut & Mode trotz der immensen Einschränkung des stationären Verkaufs weiterhin selbstbestimmt.

Ohne den Onlinehandel gäbe es uns heute wahrscheinlich nicht mehr.
Alexander Breiter

Vom zweiten Standbein zur Rettung in der Krise

Eine Frau steht an einem weißen Tisch und hat einen dunkelblauen Hut in den Händen. Sie hat blonde Haare und träge eine Brille.
Foto von Dobner / Angermann Film

Trotz aller Schwierigkeiten bleibt Alexander Breiter guter Dinge. Der Onlinehandel auf der eigenen Website und über Amazon läuft besser denn je und auch die Stammkundschaft bleibt dem Traditionsgeschäft virtuell treu. Der Geschäftsführer berichtet, dass sogar die älteren Kundinnen und Kunden das Onlineshopping vermehrt für sich entdecken. In ausführlichen Telefongesprächen wird sich bei Breiter Hut & Mode Zeit für deren Beratung und Anleitung genommen. Der persönliche Kundenkontakt am Telefon ist für Alexander Breiter besonders motivierend. Die Unterstützung bedeutet ihm nicht nur emotional sehr viel, sie ermöglicht auch den Weiterbestand des Familienbetriebs. Die Hoffnung bleibt, dass die Corona-Beschränkungen bald ein Ende haben. Bis dahin bekommen die Breiters mit Ideenvielfalt und tatkräftiger Hilfe ihrer Kundinnen und Kunden die Herausforderungen der Krise unter einen Hut. Alexander Breiter bewahrt sich seine positive Einstellung: „Natürlich werden die nächsten Wochen noch schwierig für uns, aber wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Kundinnen und Kunden bald auch wieder im Laden begrüßen dürfen.“