Unter dem Motto „Mein Leben, mein Job und ich“ kamen am 27. September 2018 rund 1.000 Gäste zur Amazon Academy in das geschichtsträchtige Colosseum Theater nach Essen. Wo früher Lokomotivrahmen hergestellt wurden, diskutierten Vordenkerinnen und Zukunftsoptimistinnen über digitales Unternehmertum. Die Veranstaltung fand erstmals in Kooperation mit dem BRIGITTE Symposium statt.

Den Auftakt machten Gastgeber Brigitte Huber, BRIGITTE Chefredakteurin, und Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de. Mit ihren Eröffnungsworten luden sie unternehmerisch denkende und handelnde Frauen zum gemeinsamen Austausch und zum Ergründen von Trends und Ideen ein. „Wir werden von Frauen gelesen, die vorankommen wollen und Inspiration suchen. Für sie ist Digitalisierung ein großes Thema – und daher ergänzen wir uns ganz wunderbar mit unserem Kooperationspartner Amazon“, so Brigitte Huber. „Uns verbindet eine DNA: wir glauben Digitalisierung hat weniger mit Technik zu tun, sondern mit Menschen. Es ist eine Einstellung, die man lernen kann. Man muss sich einfach trauen – das ist das Signal, das wir heute senden wollen“, ergänzte Ralf Kleber.

Auch Philosoph, Publizist und Bestsellerautor Richard David Precht sieht eine Zukunft der Möglichkeiten, in denen vor allem die Menschen, nicht die Technik im Vordergrund stehen. „Digitalisierung suggeriert einen Plan. Was aber wirklich zählt sind die Geschichten der Menschen, die Digitalisierung nutzen“, erklärt er in seinem Beitrag zur Amazon Academy.

Gelegenheit sich über solche Geschichten auszutauschen fanden die Teilnehmerinnen auf der Ausstellerfläche, wo sie praktische Tipps für den persönlichen und professionellen Weg bekamen. In Workshops, Vorträgen und persönlichen Gesprächen lernten sie, wie Erfolg entsteht, welche Hürden überwunden werden müssen und wie auch Scheitern letztlich ausschlaggebend für nachhaltiges Unternehmertum sein kann. Die These „Einfach mal machen“ zog sich durch die gesamte Veranstaltung – sei es, sich wie Ines Spanier in der männerbesetzten Agrarwelt durchzuboxen, wie Miriam Schwartz und Maru Winnacker die eigenen Ideen ohne Informatik Know-how in innovative online Lösungen umzuwandeln oder das Publizieren von Geschichten selbst in die Hand zu nehmen. „Für erfolgreiches Unternehmertum muss man an Lösungen, nicht an Probleme denken. Man wird automatisch zur Optimistin“, ermutigt Miriam Schwartz, Gründerin von tatkräftig e.V., die Teilnehmerinnen.

Mit einer guten Idee und etwas Mut kann also jeder ein Unternehmen gründen. Um es nachhaltig zu führen, braucht es aber kontinuierliche Neuerungen. Stephenie Landry, Global Vice President AmazonFresh, Prime Now & Amazon Restaurants, setzt dafür auf ein starkes und diversifiziertes Team. „Wir bleiben nur innovativ, wenn wir verschiedene Perspektiven fördern und akzeptieren, dass Neues zu schaffen immer auch Scheitern bedeuten kann. Im Team braucht es deshalb gegenseitiges Vertrauen, um offen über Probleme sprechen und sie lösen zu können“, erzählte Stephenie Landry in ihrer Diskussion mit Stefanie Hentschel, Stellvertretende Redaktionsleiterin BRIGITTE MOM. Damit eröffnete sie den Networking Abend, bei dem Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Themen des Tagesprogramms in lockerer Atmosphäre vertiefen konnten.