Seit 11. Mai dieses Jahres fährt die PrimeXpress GmbH Pakete für Amazon aus. Daniel Amirzada wird das Datum nie vergessen: „Ich war vorher selbstständiger Versicherungsvertreter und die Logistik war Neuland für mich. Aber ich wollte etwas Neues machen, das Zukunft hat.“ Letztere sieht Daniel sowohl in der Logistik als auch bei Amazon. Bekannte hätten ihm von ihren Erfahrungen als Amazon Lieferpartner erzählt: „Ich habe mir das Förderprogramm von Amazon angesehen und schließlich den Sprung ins kalte Wasser gewagt.“

Amazon fördert die Gründung eines Lieferbetriebs mit dem DSP-Programm (Delivery Service Partner). Daniel hat daran teilgenommen und u. a. eine mehrwöchige Schulung durchlaufen: „Man bekommt beispielsweise Infos zur Finanzierung, Planungshilfen oder Unterstützung für die Einstellung von Fahrerinnen und Fahrern. Mit dem Auftragsvolumen von Amazon hat man eine gute Basis für den Businessplan“, erklärt Daniel.

12 Lieferfahrzeuge hatte Daniel ursprünglich im Einsatz. Kürzlich hat er auf 30 Vans aufgestockt, weil Amazon ein neues Verteilzentrum in Betrieb genommen hat. Der neue Standort bietet Kapazitäten für mehr Zustellrouten, auch für PrimeXpress. „Wir wachsen mit Amazon“, sagt Daniel. 36 Fahrer sind bei Daniel für Amazon Kundinnen und Kunden unterwegs. „Viele arbeiten in Vollzeit, manche in Teilzeit. Alle sind fest angestellt. Wir halten uns an alle rechtlichen Vorgaben für Arbeitsverträge.“ Das teilweise schlechte Image der Branche ärgert Daniel: „Schwarze Schafe kann es überall geben. Meine Einblicke in die Transportlogistik und hinter die Kulissen von Amazon sind total anders.“


5 Fragen an Amazon Fahrer Erdal

Erdal ist 27 Jahre alt, kommt aus Kassel und ist Fahrer bei einem Amazon Lieferpartner, der PrimeXpress GmbH. Er liefert seit Mai 2020 Bestellungen an Amazon Kundinnen und Kunden aus. Zuvor hat er in der Gastronomie gearbeitet. Wir haben ihm ein paar Fragen zu seinem Job gestellt.

Lieferpartner müssen sich zu fairen und ordnungsgemäßen Arbeitsbedingungen verpflichten

Jeder Amazon Lieferpartner muss sich zu fairen und ordnungsgemäßen Arbeitsbedingungen, Sozialleistungen, angemessenen Löhnen und Arbeitszeiten verpflichten. Alle Zustellerinnen und Zusteller, die für Amazon im Einsatz sind, müssen auf Basis der vereinbarten Arbeitszeit bezahlt werden. Eine Beauftragung von Subunternehmen ist ausgeschlossen, sofern keine Ausnahmegenehmigung von Amazon vorliegt. Um die Fahrerinnen und Fahrer vor Corona zu schützen, müssen die von Amazon vorgegebenen Präventivmaßnahmen eingehalten werden. Dazu zählen u. a. Masken und Handschuhe für die Fahrer, Desinfizieren von Kontaktflächen und Arbeitsgeräten sowie das Einhalten von Sicherheitsabständen bei der Auslieferung.

Die Einhaltung der Regularien überprüft Amazon durch sogenannte Audits der Lieferpartner. Auch Daniel hatte vor Kurzem eine solche Überprüfung: „Das beinhaltete beispielsweise Nachweise für die Beschäftigungsverhältnisse, aber auch für die Arbeitszeitabrechnungen der Fahrer und die korrekten Lohnzahlungen. Amazon checkt genau die Unterlagen. Wer das unterlaufen will, bräuchte unheimlich viel kriminelle Energie“, glaubt Daniel.

Daniel ist stolz auf das Arbeitsklima in seinem noch jungen Team: „Wir kommen super untereinander aus. Die ersten Monate haben uns sehr zusammengeschweißt.“ Mittlerweile habe sich für ihn auch schon Routine bei den Aufgaben eingespielt, zumindest teilweise: „Morgens um 7.30 Uhr ist mein erster Blick auf den Laptop um zu checken, ob alles läuft.“ Um 9.20 Uhr starten die Touren für PrimeXpress. Für Daniel bleibt noch Zeit, falls er Abläufe anpassen muss.