Eine Frau in orangener Sicherheitsjacke und mit Mundschutz
Anastasia ist Yard Marshall und dirigiert die Brummis auf dem Lkw-Hof.

Es scheint die raue Welt der harten Jungs mit ihren tonnenschweren Trucks: Anastasia kennt sie gut und sagt: „Das sehe ich anders. Ich erlebe selten einen rauen Ton und komme gut mit den Truckerfahrern aus.“ Als Yard Marshall weist sie die Brummi-Fahrer auf dem Lkw-Hof ein: Anastasia weiß, wann der Lkw auf das Yard fahren kann, welche Rampe für das Andocken zur Verfügung steht und wo der Lkw ent- oder beladen wird. Mittlerweile gibt es neben ihr vier weitere Kolleginnen, die schwere 40-Tonner und andere Trucks auf dem Logistikgelände dirigieren. Die meisten Yard Marshalls sind aber männlich: „Sie sind für mich wie Brüder und wir sind wie eine Familie“, sagt Anastasia: „Ich liebe meine Arbeit sehr.“

Im Sortierzentrum im niedersächsischen Garbsen werden auch in der Corona-Krise täglich viele Lkws abgefertigt. Bestellungen aus ganz Europa treffen dort ein, werden nach Auslieferungsgebieten sortiert und danach zu Zustellzentren transportiert. „Das Yard mit den ankommenden und abfahrenden Lkws ist ein Bereich, in dem wir besonders auf Sicherheit achten“, sagt Anastasia. 20 bis 25 Lkws fertigt sie täglich ab. „Ein Fehler könnte schwere Folgen haben.“ Dass es bislang nie dazu kam, ist Anastasia und ihrem Team zu verdanken.

Wir sind hier wie eine Familie. Ich liebe meine Arbeit sehr!
Anastasia, Yard Marshall bei Amazon

Zu den bisherigen Sicherheitsmaßnahmen sind durch Corona neue dazu gekommen: „Es gibt eine ganze Reihe von Schutzmaßnahmen für uns und natürlich auch für die Lkw-Fahrer“, erklärt Anastasia. Alle Truckerfahrer erhalten beispielsweise Masken, die bei Amazon erforderliche Abgabe der Zündschlüssel erfolgt kontaktlos. „Während der Be- und Entladungszeiten können die Lkw-Fahrer spezielle Aufenthaltungsräume aufsuchen. Auch dort gilt das Abstandsgebot: Tische und Stühle wurden so umgestellt, dass ein Mindestsicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten werden kann.
Die Aufenthaltsräume würden gerne genutzt, sagt Anastasia. Kaffee, Tee oder Wasser stehen dort kostenlos für die Fahrer zur Verfügung: „Wir haben auch Snacks und normalerweise Duschen. Wegen Corona bleiben sie aber derzeit geschlossen.“ Nachts, ergänzt Anastasia, bevorzugten Fahrer aber ihre Trucks und die Schlafkabinen: „Ich kann das nachvollziehen.“ – Nach der Schicht legt auch sie gerne zuhause die Beine hoch: „Ich chille dann ganz gerne mit meiner Tochter. Die findet meinen Job sehr cool.“

Hier informieren über die Corona-Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Garbsen.