Unser Ziel: keine Produkte entsorgen

Unser Ansatz ist der Aufbau eines umfassenden Kreislaufwirtschaftsprogramms mit dem Ziel, Retouren insgesamt zu reduzieren, Produkte wiederzuverwenden und weiterzuverkaufen und so wenig wie möglich davon zu entsorgen.

Derzeit wird der nachhaltige Umgang mit Waren öffentlich diskutiert. Das finden wir gut, denn natürlich setzen auch wir uns für den verantwortlichen Umgang von Waren ein. Für eine sinnvolle Diskussion hier die Fakten: Amazon ist ein Händler – unser Ziel ist es alle Waren zu verkaufen. Der Umgang mit nicht verkaufbarer Ware ist aber seit jeher eine Herausforderung für alle Händler und geht weit über den Onlinehandel hinaus. Nur wenn wir keine andere Möglichkeit mehr haben, geben wir unsere Artikel zum Recycling, zur Energierückgewinnung oder als allerletzte Option zur Deponierung. Dieser Weg ist für uns die die Ultima Ratio und am wenigsten attraktive Option – ökologisch und ökonomisch.

Sachspenden sind daher ein wichtiger Ansatz, den wir in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen verfolgen. In Deutschland beispielsweise kooperieren wir mit der gemeinnützigen Plattform innatura, die Sachspenden an lokale karitative Organisationen vermittelt und die wir seit 2013 unterstützen. Allein auf diesem Wege haben mehr als 1.000 soziale Organisationen Amazon Spenden erhalten und rund 450.000 bedürftige Menschen davon profitiert.

Die Mehrwertsteuergesetze in Deutschland geben jedoch vor, dass Unternehmen die Mehrwertsteuer auf den Wert von gespendeten Waren entrichten. Daher ist es für Unternehmen wirtschaftlich wenig sinnvoll, Waren zu spenden. Das betrifft auch selbstständige Verkaufspartner, die ihre Produkte direkt an Amazon-Kunden verkaufen. Wenn Amazon eigene Produkte spendet, kommt das Unternehmen gegenüber den deutschen Steuerbehörden für die Mehrwertsteuer auf.

Wir arbeiten aktiv mit politischen Entscheidungsträgern zusammen, um diese Hürde zu beseitigen. Der Abbau des finanziellen Nachteils von Sachspenden und geringere administrative Anforderungen für Spendenpartner würden Unternehmen helfen – und sie ermutigen, nachhaltige Alternativen für den Umgang mit Retouren zu finden. In Großbritannien zum Beispiel, wo Sachspenden von der Umsatzsteuer befreit sind, hat Amazon einen Service namens „Fulfillment by Amazon Donations“ eingeführt, um Verkaufspartner bei der Produktspende an bedürftige Menschen zu unterstützen. Der Service wird von unseren Verkaufspartnern sehr gut angenommen – und wir hoffen, ihn bald auch in weiteren Regionen launchen zu können.“