Ein Mann in schwarzer Jeans und gelb-blauer Sicherheitsweste steht breitbeinig in einer Lagerhalle. Er trägt Bart und Brille.
Emmanuel Frank ist der EHS-Manager für Amazon in Dortmund

In jedem Amazon Logistikzentren gibt es EHS-Manager wie Emmanuel. Sie leiten vielköpfige Teams vor Ort, bestehend aus EHS-Koordinatoren und –spezialisten, aber auch aus zu Sicherheitsbeauftragten geschulten Versandmitarbeitern. „Ein Logistikzentrum ist ein sehr betriebsamer Ort“, sagt Emmanuel: „Täglich kommen und gehen tausende Artikel für die Kunden. Ohne einen geregelten Warenfluss und Sicherheitsmaßnahmen wäre der Schutz der Mitarbeiter nicht möglich.“

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter hat bei Amazon oberste Priorität. Als 2017 die Hallen des Logistikzentrums in Dortmund fertiggestellt waren, haben Emmanuel und seine Kollegen erst einmal die Böden mit Markierungen beklebt: Gehwege für Mitarbeiter, Fahrwege für Stapler und Flurfahrzeuge, Parkplätze für Transportfahrzeuge, Abstellplätze für Transportbehälter, Paletten und vieles mehr. „Das ist wie im Straßenverkehr“, schmunzelt Emmanuel: „Dort müssen die Autofahrer und Fußgänger auch wissen, welche Wege für sie bestimmt sind.“

Pro Woche gibt es rund 2.000 Sicherheitsbegehungen in den deutschen Amazon Logistikzentren, um mögliche Gefahrenstellen für Mitarbeiter zu erkennen: Aus Regalen gefallene Artikel, falsch abgestellte Paletten: Sie können Verkehrswege blockieren und Gefahren verursachen. Jeder neue Mitarbeiter, egal ob Aushilfskraft oder unbefristet angestellt, erhält am Anfang Unterweisungen, um die grundlegenden Sicherheitsregeln kennenzulernen. Regelmäßige weitergehende Schulungen sorgen dafür, dass das Thema Sicherheit präsent bleibt.

Ein Logistikzentrum ist ein sehr betriebsamer Ort. Täglich kommen und gehen tausende Artikel für die Kunden. Deshalb hat Sicherheit bei Amazon oberste Priorität.
Emmanuel Frank

„Eine wichtige Rolle für die Sicherheit übernehmen unsere Mitarbeiter selbst“, sagt Emmanuel. „Wir fördern das Feedback auf allen Ebenen und haben dafür verschiedene Kanäle für die Mitarbeiter. Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise eine mögliche Gefahrensituation erkennt oder einen Verbesserungsvorschlag hat, kann er auf unterschiedliche Art, persönlich oder anonym, darauf hinweisen: bei seinem Vorgesetzten, auf Infotafeln oder über sogenannte 'Safety Saves' – das sind kleine Feedbackzettel." Kritik muss niemand befürchten, versichert Emmanuel: „Amazon setzt auf ein ‚lernendes System‘ und eine Arbeitsatmosphäre, in der aktiv aus Fehlern gelernt wird.“

Für bestimmte Bereiche gelten noch strengere Sicherheitsauflagen, zum Beispiel für das Bedienen der Palettierroboter in Dortmund. Insgesamt acht kraftvolle Roboterarme werden dort eingesetzt, um schwere Behälter für die Mitarbeiter auf Paletten zu stapeln. „Eine Woche dauert die Schulung, bevor Kollegen mit den Robotern arbeiten“, sagt Emmanuel.

Das EHS-Team arbeitet eng mit der Gesundheitsmanagerin am Standort zusammen. Das Ziel ist es, über Präventionsmaßnahmen zu einem langfristig gesunden Arbeitsklima beizutragen. Dazu gibt es Gesundheitstage mit Angeboten und Informationen für die Mitarbeiter. Regelmäßig sind auch Ergotherapeuten in den Logistikzentren unterwegs, die den Mitarbeitern Hilfestellungen geben.