Seit Anfang Mai ist Sylvia Reichardt Standortleiterin im Amazon-Logistikzentrum in Brieselang. Sie übernimmt die Aufgaben von Karsten Müller, der den Standort 2013 mit aufgebaut hat und zukünftig eine andere Position im Europäischen Logistiknetzwerk besetzt. Wir haben mit der Diplom-Kauffrau und Sportlehrerin über ihre Erfahrungen bei Amazon und ihre Zukunftspläne gesprochen.

Sylvia, herzlichen Glückwunsch zu deiner neuen Position. Freust du dich auf die neue Herausforderung?

Natürlich, ich freue mich sehr über diese Chance und auf eine spannende Zeit in Brieselang.

Was sind deine beruflichen Ziele als General Manager (Site Lead) in Brieselang?

Brieselang ist ein sehr erfolgreicher Standort und Karsten Müller hat einen tollen Job gemacht. Mein erstes Ziel ist daher, seine Arbeit gut fortzuführen. Außerdem möchte ich eng mit den Mitarbeitern und dem Betriebsrat zusammenarbeiten.

Du hast an der Universität Leipzig Betriebswirtschaft und Sportwissenschaft studiert. Wie kam es dann zu deinem Start bei Amazon?

Ich habe direkt nach dem Studium im Bereich Sportmanagement gearbeitet, die Volleyball Weltmeisterschaft der Frauen und den Sparkassen-Cup organisiert, an dem auch Serena Williams teilgenommen hat. Das hat Spaß gemacht. Ich habe aber gemerkt, dass ich langfristig in den betriebswirtschaftlichen Bereich gehen möchte. Da kam mir die offene Stelle als Area Managerin bei Amazon Leipzig sehr entgegen. Es war ein völlig neues Tätigkeitsfeld für mich, das mich von meinem Start im August 2009 an begeisterte. Vor allem die Funktion als Teamleiterin, die ich auch auf dem Spielfeld gerne übernehme, machte mir von Anfang an Freude.

Heißt das, du hast deine Sportlerkarriere nun komplett an den Nagel gehängt?

Sport ist mir in der Freizeit nach wie vor sehr wichtig. Ich spiele Volleyball und Tennis. Aktuell bin ich auf der Suche nach einer neuen Volleyballmannschaft in Berlin. Mit meinem Leipziger Team habe ich in diesem Jahr auch an den deutschen Meisterschaften in der Altersklasse Ü31 teilgenommen.

Was macht Amazon als Arbeitgeber in deinen Augen aus?

Wir arbeiten in einem sehr schnelllebigen, innovativen Unternehmen, in dem man jeden Tag etwas dazulernt – das ist toll. Bei Amazon kann jeder seine individuellen Stärken einbringen, wobei wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen – unsere Kunden glücklich zu machen.

Kommt dein Sportsgeist auch im Logistikzentrum zum Einsatz?

Teamplay ist mir nicht nur auf dem Volleyballfeld, sondern auch auf dem Shopfloor wichtig. Dazu gehört für mich auch ein gutes Arbeitsklima. Ich bin überzeugt, dass man auch in höheren Positionen ohne Foul ans Ziel kommen kann, wenn man das Team mit einbezieht.

Wie erklärst du deiner Familie und deinen Freunden, was du beruflich machst?

Ich versuche es immer auf die knappe Formel zu bringen: „Wir sorgen täglich dafür, dass unsere Kunden die Waren pünktlich und in bester Qualität erhalten.“ Damit meine Familie sich selbst ein Bild von meinem Arbeitsplatz machen kann, habe ich mit ihr an einer Führung im Leipziger Logistikzentrum im Rahmen des Programms „Amazon besuchen“ teilgenommen. Das Prinzip der „Chaotischen Lagerhaltung“ versteht man erst richtig, wenn man vor Ort war und das Prozedere selbst gesehen hat.

Du hast in Leipzig studiert und dann lange bei Amazon Leipzig gearbeitet. Freust du dich auf einen Ortswechsel?

Ich habe schon oft Urlaub in Brandenburg gemacht. Man kann dort komplett abschalten, beim Paddeln oder Pilze sammeln. Dorthin zu ziehen, wo ich früher Urlaub gemacht habe, ist ein schöner Nebenaspekt des neuen Arbeitsplatzes.

Du bist die erste Frau an der Spitze eines deutschen Amazon-Logistikzentrums, welche Bedeutung hat das für dich persönlich?

Ehrlich gesagt, mache ich mir darüber gar keine großen Gedanken. Seit ich bei Amazon bin, habe ich immer viel mit Männern zusammengearbeitet. Mein Geschlecht hat bisher nie eine Rolle gespielt.