Carmen mit einer Amazon Safety Hero Plakette

Wenn es um Gesundheit und Sicherheit bei Amazon geht, ist unsere Mission einfach: Wir wollen der sicherste Arbeitgeber der Welt sein. Dabei vertrauen wir unserem starken, erfahrenen und wachsenden Sicherheitsteam, das weltweit mittlerweile aus über 6.200 Fachleuten für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz besteht. Eine davon ist Carmen Büttner. Als Workplace Health and Safety Managerin, kurz WHS Managerin, ist sie in Rheinberg für die Arbeitssicherheit ihrer Kolleg:innen zuständig.

Das dortige Amazon Logistikzentrum ist seit 2011 eine feste Größe im Amazon Netzwerk. Über 1.800 Mitarbeiter:innen haben hier ihre berufliche Heimat gefunden und sorgen dafür, dass Kund:innen ihre Bestellungen pünktlich erhalten. 2019 war dann ein spannendes Jahr für das gesamte Team. Denn im Frühling 2019 gab es umfangreiche Veränderungen und den bislang größten Umbau seit der Inbetriebnahme des Standorts. Mittendrin: Carmen. Gemeinsam mit ihrem Team setzte Carmen das Sicherheitskonzept für ein neues Lagersystem auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern um. Sieben Meter hohe Hochregale waren für das neue Lager vorgesehen. Sie erzählt: „Als ich vor zwei Jahren hier startete, war diese Halle eine einzige Baustelle.“

Sicherheit als oberste Priorität

Das Bild der leeren Fläche veränderte sich rasch – aus unmontierten Regalteilen formte sich ein riesiger Komplex – ein durchdachtes Schmalganghochregallager. In Rheinberg werden die Schmalganghochregale dazu genutzt, große und sperrige oder besonders schwere Produkte für Amazon Kund:innen bereitzuhalten. Das kann beispielweise die XXL-Lego-Ritterburg oder auch ein Kettcar sein. Gleichzeitig verfügt der Standort auch über herkömmliche Lagersysteme für kleine und leichte Artikel. Mit dieser Kombination ist Rheinberg ein so genannter Hybridstandort – und damit ziemlich einzigartig im deutschen Logistiknetzwerk.

Alle Amazonians sollen gesund und sicher zur Arbeit kommen und genauso wieder nach Hause gehen. Das motiviert mich jeden Tag aufs Neue, meinen persönlichen Beitrag zu leisten.“
Amazon Safety Managerin Carmen Büttner

Das Schmalganglager zeichnet sich durch schmale Verkehrsflächen zwischen den sieben Meter hohen Regalzeilen und enge Fahrwege zwischen 1,50 Meter und 1,80 Meter aus. Dadurch erreicht man eine sehr gute Raumnutzung. Damit die Mitarbeiter:innen die Artikel auch in dieser luftigen Höhe sicher erreichen, haben Carmen und ihr Team ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept, bestehend aus technischen und organisatorischen Maßnahmen, umgesetzt. Dazu gehört, dass im Schmalganglager nur ganz spezielle Schmalgang Stapler zum Einsatz kommen. Die besondere Konstruktion und Arbeitsweise der Fahrzeuge ermöglicht ein schnelles und sicheres Beladen und Entladen der Hochregalfächer. Um Kollisionen und Unfälle zu verhindern, bewegen sich die Fahrzeuge zwischen den Regalreihen auf einer Induktionsschleife, die sie nicht selbständig verlassen können. Dies bietet zusätzlichen Schutz vor Kollisionen. Zusätzlich sind die Stapler mit einer Sensorik ausgestattet, die sie automatisch zum langsamen Anhalten bringt, sobald sich eine Person oder ein Gegenstand im näheren Radius aufhalten sollten. Gleichzeitig sieht das Sicherheitskonzept getrennte Bereiche für Fahrzeuge und Personen vor, so dass sich Fußgänger und Fahrzeuge grundsätzlich nicht begegnen. Sollten Aufräum- oder Wartungsarbeiten zwischen den Regalreihen notwendig sein, wird dieser Bereich komplett abgesperrt, so dass sich Fahrzeuge und Personen nicht gleichzeitig auf den Gängen zwischen den Regalen aufhalten.


Wir arbeiten mit zahlreichen externen Partnern zusammen, wie den Berufsgenossenschaften, dem TÜV und lokalen Sicherheitsexpert:innen, um ständig Prozesse und Programme zu verbessern und um unsere Sicherheitsschulungen auf dem neuesten Stand zu halten. Über 2.500 Arbeitssicherheitsbegehungen finden jede Woche im deutschen Logistiknetzwerk statt, das sind im Schnitt über 160 pro Logistikzentrum. Dabei verstehen wir Arbeitsschutz als Teamleistung, wo sich jeder Mitarbeiter:in einbringen kann.

Fahrstunden auf dem Amazon Übungsparcours

Neben technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen gehören auch persönliche Schutzmaßnahmen wie die ärztliche Überprüfung der Höhentauglichkeit, Schulungen und das Tragen einer Schutzausrüstung zu einem starken Arbeitsschutzkonzept. Alle Beschäftigten, die im Hochregallager arbeiten, durchlaufen vorher eine theoretische und praktische Ausbildung für die Bedienung der Schmalgang Stapler. Die Amazon Trainer:inner, die die Schulungen durchführen, sind von der Berufsgenossenschaft ausgebildet und zertifiziert. Im Amazon Logistikzentrum in Rheinberg gibt es einen eigens für die Ausbildung eingerichteten Trainingsbereich – sozusagen eine Fahrschule. In kleinen Gruppen werden neue Mitarbeiter:innen in rund drei Tagen für die Arbeit in der Höhe fit gemacht. Das Tragen eines Sicherheitsgeschirrs ist immerzu Pflicht. Katja Caninenberg absolvierte 2019 ihre Schulung für die neuen Fahrzeuge und hat Gefallen daran gefunden: „Am Anfang war es ungewohnt, in der Höhe zu arbeiten. Aber durch die guten Schulungen hat man die Prozesse und die Steuerung schnell verinnerlicht. Mir macht die Bedienung der Geräte großen Spaß und ich fühle mich wohl.“

Carmen mit Plakette
Carmen ist Safety Hero im Amazon Logistikzentrum Rheinberg "DUS2".

Lernender Arbeitsschutz: Fehlern beheben, bevor sie zur Gefahr werden

An der Arbeitssicherheit wirken bei Amazon nicht nur Safety Manager wie Carmen Büttner mit. An den Standorten bekommen sie Unterstützung von weiteren Spezialisten, Koordinatoren, und Sicherheitsbeauftragten. Die Sicherheitsbeauftragten sind Beschäftigte aus verschiedenen Abteilungen, die das Arbeitssicherheits-Kernteam unterstützen. Das Konzept „Safety Saves“ lädt darüber hinaus alle Mitarbeiter:innen vor Ort ein, potenzielle Gefährdungen wie Stolperfallen zu erkennen und zu melden. „Wir setzen hier auf ein lernendes System, das möglichst viele Perspektiven zum Thema Arbeitsschutz zusammenbringt. Jeder Einzelne kann Verbesserungsvorschläge machen und auf mögliche Gefährdungen hinweisen. So können wir die Sicherheit stetig verbessern und Risiken vorbeugen, bevor es überhaupt zu Vorfällen kommt“, erklärt Carmen.