Im November werden es 12 Jahre, seit Ute das erste Mal ein Amazon Logistikzentrum betreten hat. „Ich habe damals als Picker in Leipzig angefangen und Artikel für Kundenbestellungen herausgesucht.“ – Beruflich war es für sie nicht immer leicht: „Nach der Wende war ich einige Zeit arbeitslos. Obwohl ich erst 34 Jahre alt war, bekam ich oft zu hören, ich sei zu alt für den Job.“

Ute versuchte es mit der Selbstständigkeit. „Die Aufträge schwankten. Es kam der Zeitpunkt, da musste ich dann einsehen, dass es so nicht mehr weiterging“, sagt Ute. Irgendjemand habe ihr dann erzählt, dass Amazon Leute suche. Mit 55 Jahren bekam Ute nicht nur einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei Amazon, sondern auch die Chance, beruflich durchzustarten. „Ich wurde gefördert und keiner sagte, ich wäre zu alt für irgendetwas. Was Amazon für die berufliche Weiterentwicklung bietet, gibt es bei keinem anderen Unternehmen“, ist Ute überzeugt.

Bei Amazon wurde ich von Anfang an gefördert. Keiner sagte, ich wäre zu alt für irgendetwas.
Ute, Trainerin bei Amazon in Sülzetal

Für die Leipzigerin rückte ein Kindheitstraum näher. „Ganz ursprünglich wollte ich Lehrerin werden, aber das hat leider nicht geklappt. Stattdessen habe ich mich bei Amazon gezielt für den Bereich Training beworben.“ Die Abteilung ist in den Logistikzentren für Schulungen und Weiterbildungen verantwortlich.

Ute hat sich hochgearbeitet: vom sogenannten „Co-Worker“, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Einarbeitung unterstützt, zum Instructor, Training Assistant bis zu ihrem Berufsziel der Trainerin. Seit Juli 2020 verantwortet sie mit anderen Trainerinnen und Trainern die Aus- und Weiterbildung im neuen Amazon Logistikzentrum in Sülzetal bei Magdeburg.

Die ersten drei Wochen waren für sie Einlernphase: „Ich hatte erfahrene Trainer, die mir zur Seite standen und die ich alles fragen konnte“, erläutert Ute. „Man macht auch alle Schulungen mit – mit dem Ziel, dass man danach selbst unterrichten kann. Das war eine sehr intensive, aber auch sehr hilfreiche Zeit.“

Bei Amazon in Sülzetal hat Ute mittlerweile auch viele Kolleg:innen für den Staplerführerschein und andere Fahrzeuge ausgebildet: „Hier im Logistikzentrum setzen wir eine ganze Reihe von Fahrzeugen ein. Von Langläufern, Vertikalkommissionierern bis hin zu sogenannten Pullern, die ähnlich wie kleine Loks unsere Artikelbehälter zu den Arbeitsstationen bringen.“

Über ihre berufliche Entwicklung sagt Ute: „Ich bin endlich beruflich dort angekommen, wo ich sein wollte.“ Im nächsten Jahr beginnt für sie der Ruhestand. Auch wenn das ein sehr gutes Gefühl, das sie mitnehme: „Ich werde Amazon vermissen. Und auch viele meiner Kolleg:innen haben mir gesagt, dass sie traurig sein werden, wenn ich mein aktives Berufsleben beende.“