Frauen dabei zu unterstützen, alles zu erreichen, ist eine wichtige Aufgabe für Unternehmen. Bei Amazon passiert das durch viele kleine und große Aktionen, das ganze Jahr über. Doch an einem Tag stehen sie besonders im Fokus: Der Internationale Frauentag am 8. März ist heutzutage zwar nicht mehr nur den Frauen, sondern auch Vielfalt und Chancengleichheit weltweit gewidmet. Darüber hinaus erinnert der Tag daran, dass Frauenrechtlerinnen seit über 100 Jahren für Gleichberechtigung auf die Straße gehen. Und auch, wenn demokratische Teilhabe in vielen Ländern heute kein Thema mehr ist, können Unternehmen in Fragen von Repräsentanz und Vielfalt noch besser werden und dazulernen.

Frauen ein Forum bieten

Bei Amazon organisiert die Initiative Women@Amazon ab dem 2. März 2020 eine Aktionswoche in München. Women@Amazon ist eine von mehreren Affinity Groups im Unternehmen, in denen sich Mitarbeiter freiwillig organisieren und für ein gemeinsames Ziel einsetzen. Seit 2014 schaffen Kolleginnen und Kollegen so ein internes Forum für Frauen, in dem sie sich austauschen und vernetzen können. Es geht um Talentförderung, Karrierewege und Mentoring. Aber auch um Vereinbarkeit von Familie und Job, um Netzwerke und Vorurteile gegenüber Frauen in der Geschäftswelt. Fünf Themenfelder – sogenannte „Workstreams“ – hat die Gruppe für sich definiert: Recruiting, Training & Development, Policies & Retention, Community & Events und Communication. Bei allem, was das zwölfköpfige Kernteam organisiert, kann es auf die Hilfe vieler freiwilliger Unterstützer im Unternehmen zählen. Hierstellen sich die Menschen vor, die so viele bei Amazon mit ihrem Engagement inspirieren, und erklären, was Frauenförderung für sie bedeutet.

Dima Al Tabbaa, Head of Consumer Gift Cards
„Geschlecht sollte kein Faktor sein – weder im Job noch zu Hause“
Bei Women@Amazon leite ich die Kommunikation. Wir begleiten die Aktivitäten der Gruppe, um alle bei Amazon – ob männlich oder weiblich – über Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit zu informieren. Ich habe lange im Nahen Osten gelebt, auch im Kriegsgebiet in Syrien, und in männlich dominierten Branchen gearbeitet. Vielfalt ist nicht nur am Arbeitsplatz, sondern für jeden Aspekt im Alltag wichtig. Ich war immer umgeben von starken Frauen, aber im Studium und beim Berufseinstieg wurde mir klar, wie groß die Kluft in der Realität ist. Das hat meine Leidenschaft geweckt. Denn ich habe auch erlebt, wie viel die Stimme einer einzelnen Person bewegen kann. Heute kann ich agiler mit Stress, Mehrdeutigkeit, unterschiedlichen Persönlichkeiten und Arbeitsstilen umgehen und dadurch meine eigene Perspektive erweitern. Jetzt liebe ich es, bei Women@Amazon zu netzwerken, von den Erfahrungen anderer Frauen zu lernen und meine eigenen zu teilen.

Frauen zu fördern sollte nichts anderes sein als Männer zu fördern. Dass das Geschlecht in so vielen Bereichen unserer Gesellschaft immer noch eine Kategorie darstellt, ist ein Problem. Was zählt ist, dass jede Person unabhängig von ihrem Geschlecht ihre Ziele erreichen kann – beruflich und zu Hause. Um das zu erreichen, müssen wir weniger reden und mehr tun. Jede kleine Handlung zählt, und zwar in jedem Aspekt unseres Lebens: wenn wir Kinder erziehen, Teams führen und zum Supermarkt gehen.

Suzelle Abe, Head of Seller Services Consumables
„Frauen müssen manchmal noch lernen, an sich selbst zu glauben“
Bei Women@Amazon leite ich die deutsche Gruppe und treibe unser Team an, immer wieder neue großartige Ideen und Initiativen umzusetzen, um die Vielfalt von Amazon und ganz konkret bei uns am Münchener Standort zu steigern. Ich bin für die Ziele und Strategien verantwortlich und tausche mich mit den Kolleginnen und Kollegen weltweit aus.

Frauen zu fördern heißt für mich vor allem, sie darin zu bestärken, an sich selbst zu glauben. Außerdem müssen Frauen lernen, starke Netzwerke aufzubauen und ihre Chancen zu ergreifen. Das öffnet ihnen neue Karrierewege. Letztlich denke ich aber, dass es keinen Unterschied geben sollte, wie wir Männer oder Frauen fördern. Mich hat die Erfahrung sehr geprägt, in einem so vielfältigen Land wie Südafrika aufzuwachsen und viele unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Diesen Wert einzusetzen, ist für Teams und Unternehmen wichtig.

Pedro Huerta, Country Manager Books Germany
„Es geht um die Person, Geschlecht ist bloß eine Perspektive“
Bei Women@Amazon ist es meine Aufgabe als Business Sponsor, der Initiative die nötige Unterstützung im Unternehmen zu verschaffen, damit sie erfolgreich sein kann. Ich freue mich, dass wir mit Netzwerken wie nushu oder Global Digital Leader zusammenarbeiten und unseren weiblichen Führungskräften und Mitarbeiterinnen dadurch eine große Community öffnen, in der sie sich austauschen und vernetzen können.

Frauen zu fördern hat meiner Meinung nach zwei besonders effektive Hebel: die richtigen Herausforderungen mit der passenden Unterstützung zu kombinieren. Und das mache ich eigentlich für jeden. Denn Geschlecht ist auch bloß eine Perspektive. Der Schlüssel ist, jedes Teammitglied mit seinen spezifischen Merkmalen zu verstehen. Mich bereichert es sehr zu sehen, wie die Menschen beruflich und persönlich wachsen, wie sie gemeinsam neue Fähigkeiten erlangen und andere Perspektiven erleben. Und das Beste ist, dass ich dabei auch unglaublich viel lerne.

Bettina Günther, Human Resources Director Germany
„Wir müssen unser Schubladendenken erkennen und überwinden“
Bei Women@Amazon bin ich HR Sponsor bzw. Patin dieser Initiative. Als ich 2018 von Luxemburg nach München kam, wollte ich einen Beitrag leisten, um generell Vielfalt in unserem Unternehmen zu stärken und insbesondere Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen zu unterstützen. Das großartige Engagement all derer, die bei Women@Amazon mitwirken, ist beeindruckend. Es macht einfach Spaß, funktionsübergreifend neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen, und es ist wundervoll zu sehen, was dadurch schon alles erreicht wurde.

Frauen zu fördern bedeutet für mich, dass wir geschlechtsspezifische Vorurteile auf allen Ebenen ansprechen und uns dabei auch unserer eigenen Bilder und Schubladen bewusstwerden. Dazu gehört, dass wir Verhaltensmuster, die nicht der – häufig männlichen – Norm entsprechen, nicht automatisch ablehnen, sondern als kulturelle Bereicherung empfinden. Es geht nicht darum, Frauen an eine männliche Führungskultur anzupassen, sondern ihnen aufzuzeigen, wie sie mit ihren eigenen Stärken (mindestens genauso) erfolgreich sein können. Mir hat das Buch „Backlash“ von Susan Faludi die Augen für Diversität geöffnet. Sie zeigt auf, dass traditionelle Geschlechterrollen nicht naturgegeben sind, sondern kulturell bedingt und damit beeinflussbar. Seitdem nehme ich soziale Geschlechterrollen nicht mehr einfach hin. Faludis Buch ist zwar schon mehr als zehn Jahre alt, aber heute genauso relevant wie damals.

Florian Böhme, Director Amazon Business DACH
„Jeder soll seine Superkraft entfalten können“
Bei Women@Amazon lerne ich selbst viel über Vielfalt und wie wichtig sie für Unternehmen ist, die ihren Kunden ein vielfältiges Angebot machen wollen. Nur mit diversen Teams kann man die Vielfalt seiner Kunden verstehen. Seit März 2019 bin ich als Pate bei Woman@Amazon für Events zuständig und koordiniere unsere Veranstaltungen. Da mir Vielfalt sehr am Herzen liegt, versuche ich jede Unterstützung zu geben, die ich anbieten kann.

Frauen zu fördern bedeutet für mich, Talente zu entdecken und langfristig erfolgreich zu machen. Dazu gehört, dass wir die individuellen Karrierewünsche verstehen und ein gutes Set-up kreieren, das sie auf ihrem Weg nachhaltig unterstützt. Ziel ist, dass jede und jeder die eigenen Stärken voll entfalten kann. Durch unsere Arbeit bei Woman@Amazon machen wir zudem sichtbar, dass Amazon ein guter und fairer Arbeitgeber für alle ist – zum Beispiel für berufstätige Eltern!

Simone Kreyer, Manager DE Hardlines
„Unternehmen brauchen transparente Kriterien und Ziele für Frauen in Führungspositionen“
Bei Women@Amazon leite ich den Workstream „Benefits“. Wir wollen eine Infrastruktur aufbauen, die den Bedürfnissen von Eltern entspricht und uns so dabei hilft, Talente langfristig zu binden. Im vergangenen Jahr haben wir zum Beispiel eine Kooperation mit einem Drittanbieter gestartet, die unseren Mitarbeitern hilft, Babysitter zu finden oder Unterstützung bei der Suche nach einer Pflegeperson anbietet. Ich habe selbst zwei Söhne und kenne die Herausforderungen, wenn man Mutter und Führungskraft ist. Darum ist es mir wichtig, andere Frauen zu unterstützen und meine Erfahrungen zu teilen.

Frauen zu fördern bedeutet für Unternehmen mehrere Dinge auf einmal: Sie brauchen transparente Richtlinien für Karrieren und nach welchen Kriterien eine Person befördert wird. Sie müssen sich geschlechtsspezifischer Vorurteile bewusstwerden und sie so gut es geht abbauen. Außerdem sollten sie eigene Ziele definieren, zum Beispiel zu Frauen in Führungspositionen. Für weibliche Karrieren ist oft auch konkreter Support durch engagierte Mentorinnen sinnvoll. Zuletzt gehört auch eine Portion Mut der Frau dazu, selbst in Teilzeit eine Führungsposition anzunehmen.

Markus Schöberl, Director Seller Services Germany
„Manchmal ist Sponsoring sinnvoller als Mentoren“
Bei Women@Amazon entwickle ich ein Programm, das unsere Senior-Talente auf ihrem Karriereweg unterstützt. Die Arbeit bei Women@Amazon ist fantastisch. Eine großartige Gruppe, jede Person ist voller Energie und Eigenverantwortung. Durch ihre Ideen lerne ich unglaublich viel über Geschlechtervielfalt und Inklusion in der Praxis. Inzwischen weiß ich, dass alltägliche Verhaltensweisen und Vorbilder wichtiger sind als große Konzepte.

Frauen zu fördern heißt, dass wir die Stärken jedes Einzelnen kennen und unterstützen. Zum Beispiel ist Sponsoring, also das aktive Fürsprechen für eine Person und ihre Kompetenzen, manchmal sinnvoller als klassisches Mentoring, also der bekannte Wissens- und Erfahrungstransfer. Das ist gerade bei vielen Frauen der Fall, die noch besser werden wollen und zum Beispiel lernen möchten, sich selbst zu promoten. Ich denke oft an die Songzeile meiner Lieblingsband NOFX: „sometimes the smallest softest voice carries the grand biggest solution“. Oft setzt sich die lautere Stimme durch. Als Führungskraft möchte ich eine Atmosphäre schaffen, die Vielfalt einbezieht und jede Stimme hört.

Marzjanna Wollnik, Senior Recruiter
„Wir brauchen eine integrative Kultur“
Bei Women@Amazon leitete ich den Recruiting-Strang. Wir konzentrieren uns darauf, wie wir mehr weibliche Talente gewinnen. Ich kam 2017 zur Gruppe, weil ich Events für Frauen mitorganisieren und unterstützen wollte. Der „Bring Your Kids to Work Day“ ist eine Veranstaltung, die mir besonders am Herzen liegt, und die unser Profil für weibliche Talente verbessert. Zusammen finden wir tolle Ideen, um Barrieren für weibliche Talente abzubauen.

Frauen zu fördern heißt für mich, sie unabhängig von einer Quotenregelung in ihren Karrierezielen zu unterstützen. Für mich geht es darum, eine integrative Kultur zu schaffen, in der Männer und Frauen gemeinsam Vielfalt fördern.

Bianca Ebermayer, Senior Manager Other Hardlines
„Wir wollen die Erfolge von Frauen teilen“
Bei Women@Amazon leitete ich den Bereich Inklusion. Es beeindruckt mich jeden Tag, mit welcher Leidenschaft alle dabei sind. Und es zahlt sich aus: Meine Kolleginnen und Kollegen inspirieren mich jeden Tag, wir haben schon so viele Dinge bewegt.

Frauen zu fördern heißt für Women@Amazon auch, dass wir unsere Erfolge teilen und alles, was wir für Frauen organisieren, öffentlich machen.