Nicht ohne Grund nennt man es den „Sprung ins kalte Wasser“: Sich beruflich neu zu orientieren, erfordert Mut und Selbstbewusstsein. Aylin von Meer hat so einen Sprung gewagt – von der Mode hin zu Cloud Computing. Sie sagt: Wer den eigenen Fähigkeiten vertraut, wird belohnt.

Seit 2018 arbeitet Aylin im Account Management von Amazon Web Services (AWS) in München. Sie hilft Geschäftskunden dabei, die richtigen Lösungen für ihre individuellen Herausforderungen zu finden – sei es um Daten zu speichern und zu verarbeiten, oder um ganz neue Anwendungen zu entwickeln. Für Aylin ein Traumjob: „Cloud Computing steht für mich für die Zukunft der gesamten Unternehmenswelt. Hier spürt man sprichwörtlich den Puls der Zeit schlagen.“

Um ihre Kundinnen und Kunden optimal zu betreuen muss Aylin nicht nur deren IT-Bedürfnisse verstehen, sondern auch die Technik hinter den AWS-Lösungen. Dies war zu Beginn Neuland, denn in Aylins vorheriger Rolle im Einkauf bei Amazon Fashion lag ihr Fokus noch auf aktuellen Modetrends. Ihr Ziel bis dato: Kundinnen und Kunden auf amazon.de immer die beste Auswahl an Jacken, Schuhen oder Accessoires bieten. „Das waren tolle Jahre, in denen ich große Modemarken betreuen durfte und ein Team führte”, erzählt Aylin. „Aber ich hatte schon lange ein Auge auf AWS geworfen und habe irgendwann angefangen, dort aktiv nach einer möglichen Rolle für mich zu suchen.“

Die Frage, ob sie sich im technischen Umfeld gut zurechtfinden würde, habe sie sich mehr als nur einmal gestellt, gibt Aylin zu. Was sie letztendlich überzeugt hat? Viele Gespräche mit AWS-Kolleginnen und Kollegen, und mit ihrer damaligen Führungskraft. Aylin bewarb sich schließlich als Account Managerin auf inhaltlich völlig neuem Terrain. Aber sie war sich sicher, dass sie ihre Erfahrung im Kundenmanagement übertragen kann, und sieht es als typisch für Amazon, dass die fehlende Erfahrung im Tech-Bereich keine Hürde war: „Die Kultur ist bei uns in allen Bereichen die gleiche. Dadurch gewinnt man ein gewisses Grundvertrauen: Wenn du als Person und in deiner Arbeitsweise überzeugst, musst du nicht zwangsläufig einen speziellen Hintergrund mitbringen, um erfolgreich zu sein.“

Zwei Monate nach der Zusage wechselte Aylin in den neuen Job. In der aufregenden, aber auch anspruchsvollen Übergangszeit haben ihr zwei Faktoren erheblich geholfen: viel Unterstützung durch ihre Führungskräfte und das neue Team, und eine umfangreiche Einarbeitung mit vielen Trainings.

Mittlerweile führt Aylin wieder ein eigenes Team – von einem „Karriere-Knick“, wie ihn manche bei einer beruflichen Neuorientierung befürchten, ist weit und breit keine Spur. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich den Mut hatte, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und mich fachlich neu zu orientieren“, resümiert Aylin. „Belohnt wurde ich mit einem großartigen Team und einem Arbeitsumfeld, in dem täglich neue Ideen entstehen. Ich kann nur sagen: Keine Angst vor einem Quereinstieg, auch nicht im Tech-Bereich!“