Diese Mail wurde in Ralf Klebers Namen am 23. Dezember 2020 an Kundinnen und Kunden von Amazon.de verschickt. Er erzählt von Lichtblicken und Mut-Mach-Geschichten aus dem turbulenten Jahr 2020.

Liebe Kundinnen und Kunden,

zu Beginn der ersten Pandemie-Welle erreichte uns ein Anruf der Berliner Tafel, die jeden Tag bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Die Tafel musste wegen der Corona-Krise zwischenzeitlich viele Ausgabestellen schließen und stellte auf Hauslieferungen um – doch dafür fehlten Schwerlastregale. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem nahe gelegenen Logistikzentrum von Amazon in Brieselang konnten genau damit aushelfen. Das ist eines von unzähligen Beispielen, wie Kolleginnen und Kollegen in diesem Jahr Bedürftige unterstützt haben – ganz zu schweigen von ihrem unermüdlichen Einsatz, damit Menschen genau das nach Hause bekommen, was sie in jeder Phase der Pandemie brauchten.

Dafür bin ich extrem dankbar. Mit dem erneuten Lockdown kommt uns und vielen anderen Händlern wieder die wichtige Rolle zu, Waren zu Menschen im ganzen Land nach Hause zu bringen. Und trotzdem möchte ich kurz innehalten und ein paar Gedanken mit Ihnen teilen, wie wir bei Amazon dieses Jahr erlebt haben.

Als sich die erste Corona-Welle steil vor uns aufbaute, war uns klar: Millionen Menschen im ganzen Land würden sich jetzt in nie gekanntem Maße auf unsere Lieferungen verlassen. Gleichzeitig war es unsere wichtigste Aufgabe, unsere Teams vor dem Virus zu schützen. Im Rekordtempo haben wir unsere gesamte Logistik Pandemie-tauglich gemacht: Wir gehen in vielen Bereichen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, haben zum Beispiel einen Sicherheitsabstand von 2 statt 1,5 Metern eingeführt – sowie Temperaturkontrollen, Maskenpflicht, entzerrte Schichten und häufigere Desinfektion und Reinigung. Dieses Konzept hat sich sehr gut bewährt. Wir prüfen ständig Verbesserungen, steuern nach und sorgen dafür, dass die Schutzmaßnahmen schnell greifen. Wenn Sie bei uns kaufen, sollen Sie wissen: die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für uns die höchste Priorität.

Im Angesicht des ersten Lockdowns war auch schnell deutlich, dass viele stationäre Händler ihre Geschäfte schließen müssen – und auf alternative Verkaufskanäle angewiesen sein würden. Doch viele Unternehmen hatten keinen Online-Shop, keine Erfahrung mit Online-Marktplätzen, keine Erfahrung mit Online-Marketing. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Handelsverband HDE und dem Zusammenschluss „Händler helfen Händlern“ das Programm Quickstart Online ins Leben gerufen, das kleinen und mittelständischen Händlern den Weg ins Internet zeigt. Viele solcher kleinen oder mittelgroßen Unternehmen haben aus der Not eine Tugend gemacht – und sich online ein neues Standbein aufgebaut. Bei den vielen tausenden Verkaufspartnern, die ihre Produkte über Amazon verkaufen, denke ich zum Beispiel an Bärbel Grünberger aus Straßlach. Sie handelt eigentlich mit selbst entworfenen Möbeln und Deko-Artikeln. Als im März die Läden schließen mussten, fiel ein Großteil ihrer Einnahmen weg. Über Amazon aber wuchs die Nachfrage um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. So ging es vielen: Nie zuvor kamen so viele der bei Amazon verkauften Produkte von genau solchen Unternehmen wie während des ersten Lockdowns. Zwischen März und Mai lag dieser Anteil bei fast zwei Drittel des gesamten Umsatzes von Amazon.de. Mein Dank gilt allen Unternehmen, die auf diese Krise mit Mut und Kreativität reagiert haben und Menschen im ganzen Land mit Produkten versorgt haben.

Und auch bei der anderen großen Krise – der Erderwärmung – gab es Lichtblicke, auf die ich kurz mit Ihnen blicken möchte. Nie zuvor haben wir so intensiv daran gearbeitet, unser eigenes Klimaversprechen einzulösen – nämlich bis 2040 in allen Geschäftsbereichen komplett CO2-neutral (net-zero carbon) zu arbeiten. Wir meinen es ernst: Wir haben in diesem Jahr 1.800 Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz bestellt – die größte Bestellung dieser Art in der Geschichte des Fahrzeugherstellers. Unsere Programme für nachhaltige Verpackungen haben allein in Europa über 100.000 Tonnen an Verpackungsmüll eingespart, was 176 Millionen Paketen entspricht. Wir haben gerade einen Windpark in der deutschen Nordsee angekündigt, der das größte Projekt seiner Art in Europa sein wird. Wir sind heute der weltweit größte betriebliche Abnehmer von erneuerbaren Energien. Solche Projekte unterstützen uns bei unserer Selbstverpflichtung, bis 2030 zu 100 % mit erneuerbaren Energien zu arbeiten – und wir sehen uns auf einem guten Weg, dieses Ziel sogar fünf Jahre früher zu erreichen. Und unser Siegel Climate Pledge Friendly weist Ihnen beim Shoppen über Amazon den Weg zu nachhaltigen Produkten.

Ich möchte zum Schluss eine Kundin zitieren, die mir letzte Woche einen langen Brief schrieb: „Es kann nicht anders sein, als dass der allergrößte Teil der Amazon Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit mit Herz & Hirn, mit Verve und großer Motivation ausübt. Das merkt man. An allen Ecken und Enden.“

Ich freue mich wirklich über ein solches Lob für meine mehr als 20.000 Kolleginnen und Kollegen – denn genau das empfinde ich, wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke. Ich denke, ich kann in ihrer aller Namen sprechen: Wir hoffen, dass wir Ihr Leben in diesem Jahr etwas leichter machen konnten. Gleichzeitig wissen wir, dass bei weitem nicht alles funktioniert hat, nicht jede Bestellung pünktlich oder heil angekommen ist. Deshalb möchte ich mich neben dem Vertrauen und dem vielen Lob ausdrücklich auch dafür bedanken, dass Sie uns auf Fehler hinweisen und Impulse für Verbesserungen geben.

Kommen Sie gesund durch die verbleibenden Tage dieses ungewöhnlichen Jahres und bleiben Sie gesund.

Ihr
Ralf Kleber
Country Manager Amazon.de