Warum werden Blätter im Herbst gelb? Wie entsteht ein Regenbogen? Wie funktioniert ein Windrad? Während manche Eltern das Alter der Warum-Fragen fürchten, freut sich Dr. Heike Schettler über die Neugier der Kinder. Als ihr Sohn Chris sie im Alter von vier Jahren beim Backen fragte, warum der Kuchen im Ofen größer wird, durfte er die Lösung deshalb selbst erforschen: Bei zahlreichen Backversuchen blieb immer jeweils eine Zutat weg, bis der Kuchen schließlich nicht mehr größer wurde. So entdeckte der Vierjährige die Wirkung des Backpulvers und seine Mutter die Freude ihres Sohnes am spielerischen Erkunden seiner Umwelt.

Ziel unserer Kurse ist es, die kindliche Neugier ein Leben lang zu erhalten und die Kinder zu ermutigen, ihre Umwelt immer wieder zu hinterfragen.
Dr. Heike Schettler, Gründerin von ScienceLab e.V.

„Nach dem Backexperiment mit Chris habe ich auch Experimente für seine Freunde und Kindergärten organisiert. Ob Junge oder Mädchen, Akademiker- oder Hausmeisterkinder – alle machten sich mit Begeisterung daran, die Antworten auf ihre Fragen selbst zu erforschen“, so beschreibt Dr. Heike Schettler die Gründungsgeschichte von ScienceLab e.V., einer unabhängigen und gemeinnützigen Bildungseinrichtung. „Ziel unserer Kurse ist es, die kindliche Neugier ein Leben lang zu erhalten und die Kinder zu ermutigen, ihre Umwelt immer wieder zu hinterfragen."

Wenn Kinder den Unterricht gestalten

16 Jahre nach der Gründung von ScienceLab begeistern heute 60 Kursleiter deutschlandweit Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren in Ferien-, Schul- und Kindergartenprojekten für Naturwissenschaften. Gestaltet wird der Unterricht von den Kindern – das macht ScienceLab einzigartig. „Wir bringen den Kindern bei, ihre Umwelt sehr genau zu beobachten. Bei der Frage, wie Blitze entstehen, bitten wir sie zum Beispiel, ihren Wollpullover auszuziehen. Ihre Haare stehen zu Berge und sie sehen Elektrizität. Kinder fragen uns oft, warum wir aus den Blitzen keinen Strom machen können. Weil wir Erwachsenen noch nicht wissen, wie das geht, antworte ich dann. Wenn die Kinder sehen, dass sie das Problem vielleicht einmal lösen könnten, gehen sie stolz aus dem Kurs“, erzählt die promovierte Physiko-Chemikerin.

Die Kursleiter von ScienceLab greifen auf etwa 1.000 Experimente zurück, mit denen die Kinder Zusammenhänge von Regenbogen, Blitzen oder Windrädern ergründen können. „Über die Jahre haben wir zwar ein Curriculum erstellt, für jedes Problem gibt es aber mehrere Lösungswege. Welchen Weg und welches Experiment die Kursleiter wählen, hängt von den Ideen und Denkansätzen der Kinder ab,“ sagt Dr. Heike Schettler.

Integration durch AmazonSmile

Im vergangenen Jahr erreichten die Kursleiter von ScienceLab rund 1.000 Kinder – und sie stoßen mittlerweile an ihre Grenzen. Daher sucht ScienceLab neue Kursleiter und bildet auch Lehrer und Erzieher aus, die in Schul- und Kindergartenprojekte involviert werden. Trotzdem kommt in Schulen noch wenig bei den Kindern an. „Besonders in sozial schwächeren Stadtgebieten haben die Lehrer viel mit Integration zu kämpfen. Für Wissenschaft und Experimente bleibt weniger Zeit. Mit Spenden und der zusätzlichen finanziellen Unterstützung durch AmazonSmile möchten wir für diese Kinder zum Beispiel Ferienprogramme gestalten, bei denen jeder Tag unter einem anderen Motto steht, und die Kinder selbst zu kleinen Forschern werden können“, erzählt die Geschäftsführerin. Seit Mitte 2017 nimmt ScienceLab am Programm AmazonSmile teil. Mit einem Einkauf bei AmazonSmile können Amazon-Kunden die Bildungseinrichtung unterstützen – denn Amazon gibt 0,5 Prozent des Einkaufspreises aus eigener Tasche an eine ausgewählte soziale Organisation weiter.

Unter „Organisation des Monats“ stellen wir monatlich eine soziale Organisation vor, die Amazon-Kunden mit jedem Einkauf bei AmazonSmile unterstützen können. Im Juni sprachen wir mit ScienceLab e.V.