2019 haben wir in Großbritannien und den USA ein weiteres Spendenprogramm namens „FBA Donations“ ins Leben gerufen – über das Verkaufspartner nicht verkaufte Produkte oder Retouren spenden können. Ein Jahr und mehr als 20 Millionen gespendete Produkte später, startet das Programm jetzt auch in Frankreich – zur Unterstützung des Gemeinwohls und der Umwelt. Wir stehen in den Startlöchern, dieses Programm auch nach Deutschland zu bringen – wenn es die Gesetzeslage hergeben würde.

Wir fühlen uns bei Amazon unseren Kundinnen und Kunden genauso verpflichtet wie den Gemeinden, in denen wir zuhause sind. Deshalb arbeiten wir seit vielen Jahren auch in ganz Deutschland mit gemeinnützigen Organisationen zusammen – wie innatura oder lokalen Tafeln, die Produktspenden von Amazon an bedürftige Menschen vermitteln. Vor einem Jahr hat Amazon in Großbritannien und den USA unter dem Namen „FBA Donations“ ein weiteres Spendenprogramm für Verkaufspartner gestartet. Dadurch haben hunderttausende Gemeinden, Familien und Menschen dort in nur einem Jahr über 20 Millionen unverkaufte oder retournierte Artikel über Amazon erhalten. Gespendet wurden Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Schulmaterial, Kinderartikel, Kleidung und vieles mehr. Die Spenden haben Menschen geholfen, die die Corona-Krise getroffen hat, genauso wie Menschen mit Behinderungen, Seniorinnen und Senioren, Immigrantinnen und Immigranten und Haushalten mit niedrigem Einkommen.

Das Spendenprogramm richtet sich an Verkaufspartner, die am Programm „Versand durch Amazon“ teilnehmen – auf Englisch „Fulfillment by Amazon“, oder kurz FBA. Mithilfe dieses Programms übernimmt Amazon Logistikleistungen für Waren, die Verkaufspartner über Amazon verkaufen – von der Lagerung, über die Kundenlieferung bis hin zum Umgang von möglichen Retouren.

Mit „FBA Donations“ haben Verkaufspartner nun einen einfachen und automatischen Weg, ihre nicht verkauften oder retournierten Artikel an bedürftige Menschen zu spenden – anstatt sie zurückzunehmen, zu recyceln oder zu entsorgen. Amazon verwaltet hierbei den gesamten Spendenprozess, damit die Artikel genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden. So können mehr Menschen davon profitieren und mehr Produkte erhalten ein zweites Leben.

Zum ersten Jahrestages des Programms in Großbritannien und den USA erreicht „FBA Donations“ einen neuen Meilenstein und startet jetzt auch in Frankreich – um Menschen in Not zu helfen und die Umwelt zu entlasten.


Spenden statt entsorgen

Überschüssige Ware an soziale Einrichtungen zu vermitteln, ist die Vision der gemeinnützigen Organisation innatura. Aber die Umsatzsteuer ist ihre Hürde – wie für viele spendenwillige Unternehmen.

Ich würde mich freuen, wenn Amazon dieses Spendenprogramm auch für Verkaufspartner in Deutschland öffnen könnte. Dafür sind wir im Dialog mit politischen Entscheidern – denn es braucht hierzulande einen Regulierungsrahmen, der es Amazon und anderen Unternehmen ermöglicht, solche großen Spendenprogramme aufzusetzen. Derzeit verpflichtet das deutsche Steuerrecht Unternehmen dazu, Umsatzsteuer auf den Wert aller gespendeten Waren zu entrichten – mit Ausnahme von verderblichen Lebensmitteln. Das ist eine Belastung, die vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen – wie unsere Verkaufspartner – oft nicht stemmen können. Oder in anderen Worten: Produkte zu spenden ist teurer, als sie zu entsorgen – und das können sich viele kleine Unternehmen nicht leisten.

Andere europäische Länder wie Frankreich und Belgien haben die Hürde der Umsatzsteuer bereits beseitigt – und ermöglichen so das Spenden von Produkten in großem Umfang auch für kleine Unternehmen. Bis wir in der Lage sind, „FBA Donations“ für Amazons Verkaufspartner in Deutschland einzuführen, spenden wir weiterhin nur eigene Artikel an gemeinnützige Organisationen und kommen gegenüber den deutschen Steuerbehörden für die Umsatzsteuer auf. Ein großes Spendenpotential – das unserer Verkaufspartner bei Amazon.de – bleibt ungenutzt.

„FBA Donations“ unterstützt Amazons Versprechen, bis 2040 in allen Geschäftsbereichen CO2-neutral zu sein – zehn Jahre vor dem Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens. Denn Sachspenden tragen zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft bei, indem sich das Leben von Produkten verlängert und sie zu Menschen kommen, die sie am dringendsten benötigen. Das ist gut für unseren Planeten und die Menschen, die auf ihm leben.