Im September lenkt Amazon die Aufmerksamkeit traditionell auf ein Thema, das selten im gesellschaftlichen Fokus ist: Krebs im Kindesalter. Jährlich erkranken 400.000 Kinder weltweit an Krebs. Rund 87 Prozent der Kinder können heutzutage durch intensive Behandlung geheilt werden. Um die Aufmerksamkeit für das Thema zu erhöhen, Projekte in diesem Bereich zu fördern und Betroffenen direkt zu helfen, hat Amazon den September unter dem Motto „Amazon Goes Gold“ zum goldenen Monat gemacht. Zum einen, weil das Symbol des internationalen Childhood Cancer Awareness Month eine goldene Schleife ist. Zum anderen, weil die Farbe den besonderen Wert der Kinder unterstreicht.

Jedes Jahr startet Amazon im September weltweit eine Vielzahl von Aktionen – natürlich auch in Deutschland. Im Mittelpunkt steht dabei traditionell die sogenannte PJammin‘ Aktion, ein Tag, an dem die Amazon Mitarbeiter:innen im Pyjama zur Arbeit kommen. Der Tag steht für die Solidarität mit jenen Kindern, die viele Tage, Wochen oder sogar Monate in Krankenbetten verbringen müssen. Den Standort Brieselang besuchte sogar Bürgermeister Ralf Heimann in einem Pyjama gekleidet.

Darüber hinaus ist #PJammin‘ aber auch ein interner Wettbewerb, welcher Standort mehr Kolleg:innen mobilisiert. Dabei geht es um viel Geld für den guten Zweck: in diesem Jahr um insgesamt 70.000 Euro. Diese werden als Spendenbudget unter den elf Standorten mit der größten Beteiligung aufgeteilt. Ihre Preise spenden die gewinnenden Standorte dann an ein von ihnen gewähltes Projekt für krebskranke Kinder.

Die ersten Plätze belegten dieses Jahr das Logistikzentrum Rheinberg, das Verteilzentrum Wuppertal und das Sortierzentrum Garbsen.

Mit der Aktion „Amazon Goes Gold“ möchten wir nicht nur auf das wichtige Thema aufmerksam machen, sondern auch die innovativsten Forschungsansätze zur Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern unterstützen.

Besonders wenn der Krebs nach einer ersten Heilung zurückkommt, haben die Kinder schlechte Chancen, weil die Standardtherapien häufig nicht mehr anschlagen. Krebs bei Kindern unterscheidet sich essentiell von Krebserkrankungen im Erwachsenenalter und ist noch nicht zu genüge verstanden, daher liegen die Entwicklung neuer Behandlungs- und Diagnoseansätze in der Onkologie bei Kindern deutlich hinter derjenigen für Erwachsene zurück. Neue Ansätze wie zielgerichtete Medikamente und die Krebsimmuntherapie, die bei Erwachsenen bereits gegen einige Krebserkrankungen erfolgreich eingesetzt werden, gibt es speziell für Kinder kaum. Deshalb spendet Amazon zusätzlich 25.000 Euro an den KiTZ-Máxima Research Fund. Dieser finanziert die zwei wichtigsten Kinderkrebszentren in Europa: das Prinses Máxima Centrum in Utrecht und das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg, kurz KiTZ. Hier testen die Wissenschaftler:innen klinisch verfügbare Medikamente, die bereits zugelassen sind oder sich in der klinischen Erprobung befinden, für die Anwendung bei jungen Patient:innen. Kinder mit einem Rückfall erhalten dadurch in einigen Fällen die Chance auf eine weitere lebensverlängernde Therapiemöglichkeit.

Unser langfristiges Ziel ist es, jedem krebskranken Kind eine personalisierte Therapie anbieten zu können.
Dr. Ina Oehme, Leiterin der Drug Screening Einheit für patientenspezifische Tumorproben

Zu diesem Zweck vernetzt das KiTZ Spezialist:innen und schafft weltweit den Zugang zu neuen Behandlungsmöglichkeiten – zum Beispiel mithilfe eines zentralen Registers, in dem die Fachwelt kinderonkologisches Wissen und essentielle Daten teilt, die die Grundlage für verbesserte Therapien und Prozesse darstellen. „Wir erhalten etwa 60 - 70 Tumorproben im Jahr von Kindern mit einem Rückfall, aus denen wir Mini-Tumore im Labor anziehen. Unser Ziel ist es, herauszufinden ob wir im Vorfeld testen können, welches Medikament bei einem Kind anschlagen könnte und welches nicht. Diese und andere Analysen werden momentan noch nicht von den Kassen übernommen, sondern u.a. auch durch private Spenden unterstützt, “ erklärt Dr. Ina Oehme, Leiterin der Drug Screening Einheit für patientenspezifische Tumorproben am KiTZ Heidelberg.