Wie sieht die Welt von morgen aus? Wie werden wir in der Zukunft leben? Diese Fragen haben schon in der Vergangenheit zahlreiche Schriftsteller bewegt. Und heute – mit der Entwicklung der künstlichen Intelligenz – ist der Blick in die Zukunft vielleicht spannender denn je. In den Schreibworkshops des Amazon ABC Clubs haben junge Nachwuchsautoren zwischen neun und 17 Jahren ihren Einfallsreichtum und ihr erfinderisches Schreibtalent unter Beweis gestellt. Die originellsten Geschichten sind nun in einem Buch mit dem Titel „Die Welt von morgen“ veröffentlicht und als E-Book kostenlos über Amazon.de erhältlich.

Anie ist ein ganz normaler Teenager. Morgens wird sie von ihrem gut gelaunten Roboter Wall-E geweckt. Anies Mutter arbeitet in der Roboterforschung, ihre Freunde fahren mit Hoverboards zur Schule. Das Schulgebäude besteht aus Glas und sieht aus wie ein riesiges Terrarium, denn die Forschung hat festgestellt, dass Schüler besser lernen können, wenn genügend Vitamin D aus dem Sonnenlicht an ihre Haut gelangt. In der Schule lernt man alles, was man über Künstliche Intelligenz wissen muss. In Anies Welt hat man die Umweltverschmutzung aufgehalten, ein Heilmittel für Krebs gefunden und erste Pläne für die Besiedlung des Mars entwickelt.

Alles, was ein Mensch sich heute vorstellen kann, werden andere Menschen einst verwirklichen.
Jules Vernes, französischer Schriftsteller 1829-1905

Aufwachsen mit Robotern – die 13-jährige Lisa-Marie gewinnt mit ihrer Geschichte den ersten Preis

Anie ist die Schöpfung der 13-jährigen Lisa-Marie. Für ihre Geschichte „Growing up in the Future“, die den Alltag einer Heranwachsenden im Zeitalter der Roboter beschreibt, hat sie den ersten Platz des Amazon ABC-Club-Schreibworkshops in Koblenz gewonnen. Mehrere Amazon-Standorte in Deutschland hatten in den Sommerferien diese Workshops zusammen mit Gemeinden und regionalen Kooperationspartnern angeboten. Die Werke aller Teilnehmer wurden im Anschluss von einer Jury gelesen und bewertet. Am Tag der Preisverleihung bekamen die jungen Autoren aus Lisa-Maries Region zunächst eine Führung durch das Amazon-Logistikzentrum in Koblenz. Anschließend erhielten die besten drei Nachwuchsautoren Preise. Auch zwei Sonderpreise für besondere Leistungen wurden vergeben.

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Wie sieht die Welt von morgen aus?

Die Workshops wurden geleitet von Gitta Gritzmann. Die Germanistin ist die Gründerin des Vereins „Kinder lesen und schreiben für Kinder e.V.“. Ihr Verein fördert die Freude am Lesen und Schreiben und damit die sprachliche Kompetenz von Kindern und Jugendlichen aller Schularten und Altersgruppen. Nach einer spielerischen Einführung ins kreative Schreiben entwickelten die jungen Autoren Ideen und fiktive Erzählungen rund um Fragen wie „Was geschieht, wenn Roboter wirklich denken lernen und wenn die Wirklichkeit die Star-Trek-Vision überholt?“.

Über die Gewinnergeschichte in Koblenz sagt Gitta Gritzmann: „Lisa-Marie erweckt in ihrer Geschichte skurrile und facettenreiche Figuren zum Leben: Die fröhliche Hauptprotagonistin Anie, die wie selbstverständlich ihren Alltag mit verschiedenen Robotern gestaltet, aber als einzige mit dem Skateboard zur Schule fährt, das sie in einer alten Kiste ihres Vaters fand. Den an alles denkenden und freundlichen, aber mies kochenden Roboter Wall-E. Und die berufstätige und viel beschäftigte Mutter, die Anie beim Telefonieren als Hologramm erscheint. Lisa-Marie verbindet humoristische mit nachdenklichen Elementen. Das zeichnet ihre Geschichte aus.“

Welche Rechte haben Roboter? Mit dieser Frage beschäftigte sich die 17-jährige Leonie

Den dritten Platz in Koblenz erzielte die 17-jährige Leonie mit ihrer Geschichte „Roboterrechte“. Sie erzählt von einer Zeit in der Zukunft, in der Roboter von natürlichen Menschen äußerlich kaum noch zu unterscheiden sind. Als sogenannte „technische Menschen“ besitzen sie einen eigenen Willen, Gefühle, Bedürfnisse und Handlungsfreiheit. Sollten sie dann nicht auch Roboterrechte haben, die den Menschenrechten ähneln?

Das ist nur eine der Fragen, die die Jugendlichen beschäftigten und die sie in ihren Geschichten verarbeitet haben. Jury-Mitglied Thomas Geisen, Jugendpfleger der Ortsgemeinde Ochtendung, die den Schreibworkshop in ihr Sommerferienprogramm integriert hatte, ist begeistert vom Engagement der Kinder und Jugendlichen: „Der Erfolg lag schon darin, wie viele Kinder sich beteiligt haben. Wir waren begeistert, was diese jungen Menschen da in kurzer Zeit zustande gebracht haben: Lustige und spannende Geschichten, aber auch ein nachdenklicher Umgang mit dem Thema Künstliche Intelligenz.“

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Amazon und die Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen

Ralph Konen, der stellvertretende Standortleiter des Amazon-Logistikzentrums in Koblenz, überreichte den Teilnehmern ihre Pokale und zeigt sich erfreut: „Wir wissen nicht, wie die Welt von morgen aussehen wird. Wir wissen aber, dass zwei Fähigkeiten auch in der Zukunft wichtig sein werden: Lesen mit Verstand und Schreiben mit Kreativität. Mit dem Amazon ABC Club möchten wir in den Kindern und Jugendlichen die Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen wecken. Die Workshops haben gezeigt, dass kreatives Schreiben Spaß macht und dass daraus ein echtes Buch werden kann.“

Ohne die Welt der Erzählungen und Bücher wäre auch Amazon als Unternehmen ein anderes. Denn die Geschichte von Amazon beginnt mit Büchern und deren Versand. Heute bietet Amazon die weltweit größte Auswahl an digitaler Literatur sowie E-Reader und umfangreiche Programme für selbstpublizierende Autoren. Vielleicht werden sich auch die Namen einiger junger Nachwuchsautoren der Amazon-ABC-Club-Schreibworkshops irgendwann mal in den Topseller-Listen wiederfinden. Die 17-jährige Leonie hat sich schon ein konkretes Ziel gesetzt: Mit ihrer besten Freundin als Co-Autorin schreibt sie gerade an ihrem Erstlingswerk, einem Fantasy-Roman. Die ersten 100 Seiten sind bereits fertig. Sobald es vollendet ist, möchten sie es veröffentlichen – am liebsten als echtes Buch und gleichzeitig digital. Ein Wunsch, der schon in der Welt von heute erfüllbar ist.