letztes Update: 27.03.2020

Amazon will dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, und unterstützt diejenigen, die direkt und indirekt von COVID-19 betroffen sind.

Als globales Unternehmen verfolgen auch wir derzeit die Auswirkungen von COVID-19 besonders aufmerksam. Neben den Menschen, die erkrankt sind, erfahren viele andere Veränderungen in ihrem Arbeits-, Schul- und Lebensumfeld. Daher bieten wir für Amazons Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Unternehmenspartner in dieser schwierigen Zeit verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung an. Lesen Sie dazu einen Brief unseres Gründers und CEO.

Im Dienste der Kundinnen und Kunden

Wir glauben, dass wir mit unserem Angebot für Kundinnen und Kunden sowie Partnerinnen und Partner in dieser Zeit eine wertvolle Rolle einnehmen, und möchten sicherstellen, dass unsere Kundinnen und Kunden Artikel des täglichen Bedarfs dann erhalten, wenn sie sie benötigen. Im Zuge der wachsenden Ausbreitung von COVID-19 verzeichnen wir eine verstärkte Nachfrage im Online-Shopping, die sich kurzfristig auch auf Bestellungen auswirkt. Um unsere Kunden zu beliefern und gleichzeitig die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten, haben wir unsere Prozesse in den Bereichen Logistik, Versand, Lieferketten, Einkauf und Verkaufspartner angepasst. So können wir die Lagerung und Lieferung von Artikeln, die für unsere Kunden eine höhere Priorität haben, vorrangig behandeln. Dies hat dazu geführt, dass einige unserer Lieferzusagen länger als üblich sind. In den USA stellen wir deshalb über 100.000 Mitarbeiter ein, um diesen wichtigen Service anbieten zu können, insbesondere für die am stärksten Gefährdeten, wie ältere Menschen.

Amazon nimmt weiterhin Bestellungen an und versendet Artikel aus dem gesamten Sortiment. Für nicht dringend benötigte Artikeln können Kundinnen und Kunden ab sofort Versandoptionen auswählen, durch die Bestellungen zusammengefasst und dadurch weniger Stopps im Liefergebiet anfallen. So kann Amazon Kundinnen und Kunden mit dringenden Bedürfnissen zuerst bedienen.

Unsere Kunden zählen auf uns wie nie zuvor. Im gesamten Unternehmen arbeiten wir daran, die Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen, die unsere Kunden angesichts der globalen Pandemie benötigen. Dazu gehört eine Reihe von Maßnahmen, die eine faire Preisgestaltung gewährleisten und unsere Kunden davor schützen, von Krisengewinnlern ausgenutzt zu werden. Amazon hat null Toleranz für Preistreiberei. Deshalb gibt es seit Jahren Maßnahmen und Systeme, um diese schädliche Praxis zu verhindern.

Bei Lieferungen von Prime Now und Amazon Fresh haben wir einige Änderungen vorgenommen, um den Kontakt zwischen unseren Lieferpartnern und Kundinnen und Kunden zu minimieren. Wenn eine Fahrerin oder ein Fahrer klingelt, stellt sie oder er die Bestellung an der Türschwelle ab und tritt dann zurück, während auf die Annahme der Kundinnen und Kunden gewartet wird. Für diese Services arbeiten wir mit unseren Lieferpartnerinnen und -partnern kontinuierlich daran, weitere Lieferkapazitäten zu ermöglichen und die am dringendsten benötigten Produkte so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen

Im Zuge der COVID-19-Pandemie leisten Amazon und unser Netzwerk aus Partnern den Menschen weltweit große Unterstützung – indem wir Verbraucherinnen und Verbrauchern ihre dringend benötigten Artikel direkt vor die Haustür liefern. Wir möchten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Anerkennung zeigen, denn sie spielen eine wesentliche Rolle. Das tun sie zu einer Zeit, in der viele der normalerweise verfügbaren Angebote nicht zur Verfügung stehen. Um den Beitrag der Versandmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Deutschland und Österreich zu würdigen, werden wir bis Ende April zusätzlich 2 Euro brutto pro gearbeitete Stunde bezahlen. Dies erfolgt zusätzlich zu unserem Lohn von umgerechnet mindestens 11,10 Euro brutto pro Stunde.

Außerdem schaffen wir aktuell 350 zusätzliche neue Voll- und Teilzeitstellen in unseren Logistikzentren und in unserem weiteren Logistiknetzwerk in ganz Deutschland, um der steigenden Nachfrage der Menschen gerecht zu werden, die in dieser Zeit auf den Service von Amazon angewiesen sind. Wir wissen, dass viele Menschen wirtschaftlich betroffen sind, da Arbeitsplätze in Bereichen wie Hotels, Restaurants und Reisen als Teil dieser Krise wegfallen. Wir möchten, dass diese Menschen wissen, dass wir sie in unseren Teams willkommen heißen, bis sich die Dinge wieder normalisieren und ihr früherer Arbeitgeber in der Lage ist, sie weiter zu beschäftigen.

Amazon hat außerdem bereits vor längerer Zeit Investitionen und 2000 weitere Arbeitsplätze in den zwei Logistikzentren in Oelde und Sülzetal angekündigt, die dieses Jahr starten sollen.

In unseren Logistikzentren und in unserem Zustellnetzwerk in den USA schaffen wir 100.000 neue Voll- und Teilzeitstellen, um die steigende Nachfrage von Menschen zu befriedigen, die in dieser stressigen Zeit auf den Service von Amazon angewiesen sind. Uns ist bewusst, dass viele Menschen wirtschaftlich betroffen sind, da sie ihre Arbeitsplätze in Bereichen wie dem Gastgewerbe, in Restaurants und der Reisebranche infolge dieser Krise verlieren oder sie beurlaubt werden. Wir möchten, dass diese Menschen wissen, dass wir sie in unseren Teams willkommen heißen, bis sich die Dinge wieder normalisieren und ihr früherer Arbeitgeber in der Lage ist, sie wiedereinzustellen. In den USA werden wir im April zusätzlich zwei US-Dollar pro Arbeitsstunde zu unserem derzeitigen Stundenlohn von 15 US-Dollar (regional abweichend auch mehr) zahlen, in Großbritannien zwei Pfund pro Stunde und in vielen EU-Ländern etwa zwei Euro pro Stunde. Diese Entscheidung für eine Lohnerhöhung bis Ende April bedeutet eine Investition von über 350 Millionen US-Dollar in höhere Vergütungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den USA, Europa und Kanada.

Angesichts der aktuellen internationalen Entwicklungen empfehlen wir derzeit weltweit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in einer Rolle arbeiten, die von zu Hause aus erledigt werden kann, dies bis Ostern zu tun. Jedes Team ist anders und nicht alle Jobs sind für die Arbeit von zu Hause geeignet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeit ihre physische Präsenz am Arbeitsplatz erfordert, haben Zugang zu allen üblichen bezahlten und unbezahlten Freistellungsleistungen.

Unseren Partnern helfen

Zur Unterstützung unabhängiger Lieferservice-Partner und deren Fahrerinnen und Fahrer, sowie für Amazon Flex-und Saisonarbeiterinnen und -arbeiter, die sich in einer finanziellen Notsituation befinden, haben wir den „Amazon Relief Fund“ mit einem Grundkapital von 25 Millionen US-Dollar eingerichtet. Über den Fonds können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gruppen weltweit Zuschüsse von bis zu zwei Wochenlöhnen beantragen, wenn bei ihnen COVID-19 diagnostiziert wurde oder sie unter Quarantäne gestellt werden. Auch zukünftig wird dieser Fonds Amazon Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auftragnehmerinnen und Auftragnehmer weltweit unterstützen, die durch entsprechend definierte Ereignisse wie beispielsweise Naturkatastrophen, von Regierungen erklärte Notstände oder unvorhergesehene persönliche Notlagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Sie können dann einen persönlichen Zuschuss zwischen 400 und 5.000 US-Dollar pro Person beantragen.

Wir haben das Programm für öffentliche Touren in unseren Logistikzentren und Bürogebäuden vorerst ausgesetzt, Veranstaltungen abgesagt und Vor-Ort-Bewerbungsgespräche, die häufig auch Reisen erfordern würden, soweit möglich auf virtuelle Interviews umgestellt. Gleichzeitig haben wir die Reinigungsmaßnahmen in allen Einrichtungen weltweit verstärkt, darunter auch die regelmäßige Desinfektion aller Türgriffe, Treppengeländer, Aufzugsknöpfe, Schließfächer und Touchscreens.

Helfern helfen

Wir unterstützen aber nicht nur Partnerinnen und Partner sowie Kundinnen und Kunden, sondern möchten auch unseren Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise in Deutschland leisten. Hierfür stellen wir insgesamt 3,5 Millionen Euro bereit:

1 Million Euro gehen an lokale Hilfsorganisationen an den Standorten, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Amazon leben und arbeiten.

2,5 Millionen Euro spenden wir an den neu geschaffenen Corona-Nothilfefonds des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende für unseren Nothilfefonds durch Amazon. Damit können wir wichtige Hilfsprojekte des Deutschen Roten Kreuzes zugunsten von Menschen, die von der Corona-Krise besonders stark betroffen sind, unterstützen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Für alle, die das DRK mit einer Spende unterstützen möchten, gibt es ab sofort einen Amazon Spenden-Button. Sie können das DRK auch über Alexa unterstützen, indem Sie sagen: „Alexa, starte DRK" und dann den Betrag nennen, den Sie spenden möchten

Unternehmenskundinnen und -kunden stärken

Neben dem Angebot für Verbraucher erhalten Kunden von Amazon Web Services digitale Produkte und Support, um die Sicherheit und Effizienz ihrer Unternehmen und Organisationen zu gewährleisten.

Ein Bereich, in dem AWS einen dringenden Bedarf sieht, ist die Forschung und Entwicklung von Diagnostika. Dazu gehört der schnelle, genaue Test auf und Nachweis von COVID-19. Eine bessere Diagnostik wird dazu beitragen, die Behandlung und Eindämmung zu beschleunigen und mit der Zeit den Verlauf dieser Epidemie zu verkürzen.

Deshalb startet AWS die Diagnostic Development Initiative. Dieses globale Programm unterstützt Kunden in den USA, Europa und dem Rest der Welt, die daran arbeiten, bessere und genauere Diagnoselösungen schneller auf den Markt zu bringen und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Organisationen zu fördern, die an ähnlichen Problemen arbeiten. Zu diesem Programm gehört eine Anfangsinvestition von 20 Millionen US-Dollar, um die diagnostische Forschung, Innovation und Entwicklung zu beschleunigen, um unser kollektives Verständnis und die Erkennung von COVID-19 und anderen innovativen diagnostischen Lösungen zu beschleunigen und damit zukünftige Ausbrüche von Infektionskrankheiten zu mildern.

AWS hilft der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Wir arbeiten eng mit der Weltgesundheitsorganisation zusammen, um die Anstrengungen der WHO, das Virus zu erkennen, seinen Ausbruch zu verstehen und seine Ausbreitung besser einzudämmen, in jeglicher Hinsicht zu unterstützen. AWS stellt der WHO Cloud-Technologien zur Verfügung und steht mit technischem Fachwissen zur Seite. Dies reicht vom Aufbau riesiger „Datenseen“, also großer Datenspeicher, in denen epidemiologische Länderdaten gesammelt werden, bis hin zur raschen Übersetzung medizinischer Schulungsvideos in verschiedene Sprachen. Außerdem hilft AWS dem Personal im Gesundheitswesen weltweit bei der besseren Behandlung von Patienten.

AWS unterstützt zudem Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens, Regierungsbehörden und Unternehmen auf der ganzen Welt in ihren Bemühungen im Zusammenhang mit COVID-19. Dazu gehören technischer Support sowie Gutschriften für AWS Kunden in den am stärksten betroffenen Regionen, um ihre Kosten zu decken. Wir helfen Unternehmen dabei, ihre Tools und Infrastrukturen schnell bereitzustellen und zu skalieren, um Betriebe am Laufen zu halten und COVID-19-Forschungsprojekte zu beschleunigen.

Nicht nur Amazon Mitarbeiter arbeiten bereits von zu Hause aus mit AWS-Diensten, wie beispielsweise virtuellen Desktops in der Cloud, leicht bedienbaren Online-Besprechungen mit Videokonferenzen, sicherer Speicherung von Inhalten und Kollaborations-Tools. AWS ist zudem Dienstleister für viele Gesundheits- und Biotechnologieunternehmen, die an Forschung, Diagnose, Behandlungsansätzen und Impfstoffstudien zu COVID-19 arbeiten.

Unterstützung vor Ort

In Seattle, unserem größten Standort, haben wir bereits einen Hilfsfonds über 5 Millionen US-Dollar für Kleinunternehmen eingerichtet. Daraus gewähren wir kleinen Nachbarschaftsläden finanzielle Zuschüsse, wenn sie Unterstützung benötigen, um wirtschaftliche Herausforderungen in Bezug auf COVID-19 zu bewältigen. Der Fonds richtet sich an Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten oder einem Jahresumsatz von weniger als 7 Millionen US-Dollar. Zusätzlich subventionieren wir zwei volle Monatsmieten für Mieterinnen und Mieter in Amazon-eigenen Gebäuden.

Weiterhin spendet Amazon in den USA eine Million US-Dollar für einen neuen Fonds der Seattle Foundation, der für von COVID-19 betroffene Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner eingerichtet wurde. Der Fonds stellt flexible Ressourcen für gemeinnützige, gemeindenahe Organisationen zur Unterstützung von Personen zur Verfügung, die überproportional vom Coronavirus und den wirtschaftlichen Folgen betroffen sind.

Wir gewährleisten weiterhin die Bezahlung gewerblicher Arbeitskräfte, die über Dienstleister unsere Büros auf der ganzen Welt unterstützen - von Food-Service-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern über Sicherheitskräfte bis hin zum Gebäudemanagement.

Wir setzen uns weltweit ein und möchten über Ländergrenzen hinaus helfen: In China konnten wir beispielsweise bereits unser Logistik-Netzwerk nutzen, um Millionen von Artikeln – darunter medizinische Isolationsanzüge, Schutzmasken, Einweghandschuhe und andere medizinische Hilfsmittel – dem Gesundheitspersonal betroffener Städte zur Verfügung zu stellen. Dazu und zu unserem weiteren weltweiten Engagement werden wir in den kommenden Tagen noch Updates veröffentlichen.

Aktuelle Informationen über die Reaktion von Amazon auf COVID-19 erhalten Sie, indem Sie diese Seite mit einem Lesezeichen versehen und @AmazonNewsDE auf Twitter folgen.